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18.04.2007 

Neben Sonnenschutzsystemen haben „intelligente“ Fassaden oft eine Doppelglashülle. Diese zweite Haut reguliert das Gebäudeklima. Solch ein System montiert die Josef Gartner GmbH aus Gundelfingen gerade im französischen Béziers. Die „Médiathèque André Malraux“ soll in Kürze die neue Kulturattraktion der Stadt am Mittelmeer werden. Mit bis zu 2 000 Besuchern pro Tag rechnen die Planer. Damit die nicht schwitzen, zirkuliert Luft zwischen der Innen- und Außenhaut der Fassade und leitet Wärme ab, so dass sich die Räume nicht über 26 Grad aufheizen. Auch die kühle Nachtluft kann zur Klimatisierung beitragen.

Wer weltweit Kunden beliefert, muss sich auf unterschiedliche Klimabedingungen einstellen können. „Gerade Mittelständler sind darin sehr gut“, sagt Passivhaus-Experte Feist. Sie seien flexibler als große Unternehmen und nicht darauf aus, Standardprodukte zu verkaufen. In der Gebäudetechnik entscheidende Tugenden. „Es geht um sehr anwendungsspezifische Lösungen - das sind keine Produkte von der Stange“, sagt Rainer Kunz, Geschäftsführer der Firma Elero.


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Welch klimatische Herausforderungen es mancherorts zu bewältigen gilt, wissen die Experten der Elero Linearantriebstechnik in Pößneck genau. Die Firma hat gerade die Spezialantriebe für den Sonnenschutz im neuen Terminal am Changi Airport Singapur geliefert. Weil Singapur nah am Äquator liegt, steht die Sonne dort meist im Zenit. Würden die Strahlen ununterbrochen durch die Lichtschächte im Dach dringen, müssten die Fluggäste im Terminal bei 50 Grad schmoren.

Um das zu vermeiden, das Tageslicht aber trotzdem zu nutzen, hat der Bauherr große gelöcherte Aluminiumflügel auf dem Dach anbringen lassen. Bei zu starker Hitze verschließen sie mit Hilfe der 2 000 elektrischen Linearantriebe den Schacht. Durch die Edelstahloberfläche halten die Antriebe sogar die Wassermassen aus, die im Monsun niederprasseln.

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