Beispielhaft spiegelt sich diese Entwicklung in den Strategien der großen Baukonzerne. Seit einigen Jahren drängen sie mit großer Kraft ins Facility-Management-Geschäft, das bessere Renditen und zuverlässigere Aufträge verspricht als das zyklische Baugewerbe. Bilfinger Berger zum Beispiel holte sich 2005 mit der EPM Assetis GmbH kaufmännisches Know-How ins Haus und übernahm ein Jahr später die Oberhausener Ahr-Gruppe, die deutschlandweit rund 200 Krankenhäuser und Seniorenheime mit Facility-Management-Serviceleistungen versorgt.
Auch Hochtief drängte in den vergangenen Jahren mit Zukäufen in den Markt. Den größten Coup landete das Unternehmen vor vier Jahren mit der Übernahme der Siemens Gebäudemanagement und der Lufthansa Gebäudemanagement. Dank der Übernahmen konnte die Hochtief Facility Management GmbH ihren Umsatz in sechs Jahren fast verzehnfachen und gehört mit 592 Mill. Euro im Jahr 2007 zu den größten Anbietern im infrastrukturellen und technischen Gebäudemanagement.
„Wir schauen uns den Markt sehr genau an und nehmen aktiv am Konzentrationsprozess teil“, sagt Georg Kürfgen, Geschäftsführer der Hochtief Facility Management. „Dabei ist es uns sehr wichtig, dass eventuelle Akquisitionen unser spezialisiertes Portfolio sinnvoll ergänzen, etwa bei sehr anspruchsvollen technischen Facility-Management-Leistungen.“
