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17.07.2007 
Managertraining

Herausputzen fürs internationale Parkett

von Anja Müller

Das weltweite Geschäft zieht an, auch im Mittelstand. Um die Expansion zu meistern, brauchen die Unternehmen Manager mit internationalen Fähigkeiten: Wie die Familienunternehmen Kärcher, Freudenberg und Festo ihre Führungskräfte fit für den globalen Einsatz machen.

Ein Kärcher-Spezialist reinigt die Präsidentenköpfe am Mount Rushmore. Foto: dpaLupe

Ein Kärcher-Spezialist reinigt die Präsidentenköpfe am Mount Rushmore. Foto: dpa

DÜSSELDORF. Wer im Internet sucht, der „googelt“. Wer Pflasterwege oder Mauern reinigen will, der „kärchert“. So weit hat es Kärcher, der schwäbische Weltmarktführer bei Reinigungsgeräten, gebracht, dass sein Name als Synonym für Hochdruckreinigung benutzt wird. Selbst im Ausland und manchmal zum eigenen Missfallen: Vor rund zwei Jahren sprach der ehemalige französische Innenminister und heutige Präsident Nicolas Sarkozy nach den Straßenschlachten in den Banlieues davon, Pariser Vorstädte „zu kärchern“ und randalierende Jugendliche zu vertreiben.

Über so etwas freut sich Unternehmenschef Hartmut Jenner nicht wirklich, aber es zeigt, wie bekannt das Familienunternehmen im Ausland ist. Mit Standorten in 41 Ländern ist die 1935 gegründete Firma ein globaler Spieler – so wie viele deutsche Familienunternehmen. „Sie haben schon früh als Weltmarktführer neue Märkte vor allem im Osten erobert“, sagt Ernst Heilgenthal von der Gemini Personalberatung.

Das internationale Geschäft nimmt immer mehr Raum ein und stellt so manche Firma vor ein Personalproblem: Um die Expansion zu stemmen, werden erfahrene Manager gebraucht, die sich auf dem Parkett der Weltmärkte bewegen können. Bei Kärcher müssen Führungskräfte „über interkulturelle Kompetenz verfügen, mit modernen Managementtools arbeiten und einen professionellen Umgang mit Veränderungsprozessen pflegen“, sagt Personalchef Rüdiger Bechstein.

International einsetzbare Mitarbeiter braucht auch Freudenberg. Die Familiengesellschaft mit Hauptsitz in Weinheim war schon vor 150 Jahren in der Welt unterwegs. „Damals waren wir noch eine Gerberei, aber auf Beschaffungs- und Absatzseite schon international aufgestellt“, erzählt Lorenz Freudenberg, Personalchef bei Freudenberg & Co. Heute produziert das Unternehmen Dichtungen, Filter, Trennmittel und Vliesstoffe, man kennt seine Haushaltsprodukte mit dem Markennamen Vileda. 33 000 Mitarbeiter hat das Unternehmen in 53 Ländern.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Kärcher schickt Spitzenkräfte an das Institute for Management Development (IMD) in Lausanne.

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