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10.05.2006 

Auch unter den Planungsgesellschaften haben es die Kleinsten inzwischen schwer. „Früher gab es viele Unternehmen mit ein bis drei Mitarbeitern, die Windparks geplant und damit gut verdient haben“, sagt Andreas Höllinger von der ABO Wind AG, die 45 Mitarbeiter beschäftigt. Für solche kleinen Firmen sei es heute fast unmöglich, bei großen Geschäften mitzuhalten. Viele Investoren kauften nicht mehr nur einen Park, sondern gleich 20 oder 40 Projekte, um ihr Risiko zu streuen. Höllinger weiß, dass die Verhandlungen mit ausländischen Investoren schon sprachlich schwierig sind.

Außerdem werde die Finanzierung der Projekte zunehmend kompliziert. „Zu Dritt schafft man das nicht“, sagt Höllinger. Die Plambeck Neue Energien AG hat dafür bisher noch die richtige Größe. Sie beschäftigt 130 Mitarbeiter, und die Zusammenarbeit mit Firmen aus dem Ausland gelingt. Auf die große Nachfrage hat sich der Projektierer eingestellt: „Für uns ist es in dem Käufermarkt sinnvoller, die Windparks direkt zu verkaufen, anstatt Beteiligungen über geschlossene Fonds auszugeben“, sagt Unternehmenssprecher Rainer Heinsohn. Seit 2004 setzt Plambeck verstärkt auf den Direktverkauf von Windparks an Großinvestoren. Vom Geschäft mit einzelnen Kommanditisten hat sich das Unternehmen vor einigen Jahren schon zurückgezogen Zwar halten nach wie vor Kommanditisten Beteiligungen an älteren Windparks, neue Fonds bietet Plambeck seit einigen Jahren jedoch nicht mehr an.

Im Jahr 1998 ging das drei Jahre vorher als GmbH gegründete Unternehmen zudem an die Börse. „Als AG können wir unsere Projekte schneller vorfinanzieren“, sagt Heinsohn. Mit einem Rückgang staatlicher Zuwendungen habe der Börsengang nichts zu tun, Heinsohn besteht darauf: „Vom Staat hat es nie eine direkte Förderung gegeben.“

Nur garantierte Abnahmepreise, die im Erneuerbaren-Energien-Gesetz festgehalten sind. Und diese Mindestpreise diente der Anschubfinanzierung der Branche. Der Vergütungssatz sinke jedes Jahr, um die technische Entwicklung voranzutreiben. Laut Heinsohn geht die Rechnung auf: „Die Erzeugungskosten einer Kilowattstunde Strom aus Windenergie sind seit 1990 um rund 60 Prozent gesunken.“ Außerdem sind die staatlichen Mindestpreise auch einer der Hauptanreize für internationale Investoren wie Babcock & Brown aus Australien, die sich durch den Vertrag mit Plambeck rund 180 Windenergieanlagen auf deutschem Boden sichern.

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