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18.08.2008 
Standort China

Kostenexplosion bremst Boom in China

von Andreas Hoffbauer und Jens Koenen

Dem Drachen geht die Luft aus: Ausgerechnet im Olympiajahr verliert China als Standort in der Weltwirtschaft an Bedeutung. Steigende Steuern, Löhne und Frachtpreise lassen deutsche Firmen nach neuen Standorten in Asien suchen.

Die Wirtschaftskraft des chinesischen Drachens erlischt: Ein Paar aus Südkorea bestaunt eine Drachen-Laterne während eines Laternenfestivals zu Ehren der chinesisch-südkoreanischen Beziehungen. Foto: apLupe

Die Wirtschaftskraft des chinesischen Drachens erlischt: Ein Paar aus Südkorea bestaunt eine Drachen-Laterne während eines Laternenfestivals zu Ehren der chinesisch-südkoreanischen Beziehungen. Foto: ap

PEKING/FRANKFURT. Ursachen sind deutlich gestiegene Lohnkosten, Probleme bei Produktqualität und Know-how-Schutz sowie explodierende Frachtkosten.

Die Folge: Ausländische Firmen überdenken immer häufiger ihre Engagements im Reich der Mitte. Gleichzeitig schrumpft der Wettbewerbsvorteil chinesischer Anbieter auf den Weltmärkten.

"Der Blick deutscher Firmen auf China hat sich deutlich gewandelt. Die Idee, China als billigen Produktionsstandort zu nutzen, funktioniert nicht mehr", sagt Carl Martin Welcker, geschäftsführender Gesellschafter des Kölner Werkzeugmaschinenbauers Schütte und zugleich Vorsitzender des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken.

Noch steigen die ausländischen Direktinvestitionen in China; in den ersten sieben Monaten dieses Jahres flossen 60,7 Mrd. Dollar ins Land. Doch die große Euphorie der vergangenen Jahre weicht langsam einer gewissen Ernüchterung. Produktionsstandorte wie Vietnam, Indien oder osteuropäische Länder geraten als Alternative stärker in den Blick.

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