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01.05.2008 

„Unter normalen ökonomischen Bedingungen lohnt sich das Recycling von Eisenschrott allemal“, versichert der Geschäftsführer der Gießerei. Schrott kauften Unternehmer ursprünglich viel günstiger als eine Tonne Roheisen. Nur: Mittlerweile ist der Schrottpreis so hoch wie Rohmetall vor einem halben Jahr, klagt Köhler. Die Zusatzstoffe müsse man beim Metallrecycling noch obendrauf rechnen. „Die Kosten unterscheiden sich deshalb derzeit kaum mehr“, sagt er. Für den reinen Schrott aus Schienenstücken zahlt er mittlerweile schon genauso viel wie für das Rohmetall.

Bei Kupfer ist das noch etwas anders. „Recyclingkupfer unterscheidet sich nach der Aufbereitung kaum mehr vom Rohstoff“, sagt Recycling-Experte Hoffmann. Deshalb und wegen seines hohen Preises sei Kupfer schon früher regelmäßig recycelt worden. „Die steigenden Metallpreise der letzten Monate kommen dem Kupferrecycling nun noch zusätzlich zugute“, sagt Hoffmann. Er kennt aber auch die Kehrseite der wachsenden Lust auf Schrott: „Metallschrott fällt entweder als Nebenprodukt bei Produktionsprozessen an, oder aber in Privathaushalten“, weiß Hoffmann. Und der Vorrat ist nicht unendlich, was die Preise des beliebten Recyclingmetalls weiter in die Höhe treibt.

Um privaten Schrott kümmert man sich zum Beispiel bei der E.R.N. Elektro-Recycling Nord GmbH aus Hamburg. Das Unternehmen zerteilt und schreddert die Bestandteile von Computern, Handys und Waschmaschinen, um darin enthaltene Metalle zu gewinnen. „Die Hütten können das Metall so weiter verarbeiten und wieder in den Recyclingkreislauf einspeisen“, erzählt Geschäftsführer Oliver Carstens. Für Nachschub ist gesorgt, vor allem Elektroschrott aus alter IT hat enorm zugenommen. Als Grund dafür nennt der Geschäftsführer ständig wechselnde Modelle und eine insgesamt kürzere Lebensdauer von Elektrogeräten, vor allem von Handys und PCs. Zerteilt und demontiert landen die dann irgendwann bei ihm.

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