Trotzdem prüfte Kühnel weiter alle Zuschriften von potenziellen Übernehmern auch dahingehend, ob sie für Rombold geeignet sind. Eines Tages landeten die Bewerbungsunterlagen von Ecker auf ihrem Schreibtisch, der sich eigentlich für ein ganz anderes Inserat interessierte. Weil Ecker wie geschaffen schien für Rombold, leitete sie die Bewerbungsunterlagen weiter und arrangierte ein erstes Treffen.
Der 51-jährige Ecker hatte bereits für verschiedene Spezialmaschinen-Hersteller als Geschäftsführer gearbeitet und brachte das Know-how mit. Kühnel machte ihn mit Rombold bekannt. Die beiden Geschäftsleute kamen gleich gut miteinander aus und einigten sich zügig über Kaufpreis und die Art der weiteren Zusammenarbeit. Doch kurz bevor Ecker antreten wollte, erteilte der angefragte Finanzierer eine Absage, und die Übernahme drohte zu platzen.
Auch hier half wieder Firmenkundenbetreuerin Kühnel. Sie kennt die Rombold GmbH und ihren Chef schon seit Jahren, wusste um die gute wirtschaftliche Lage und war von Eckers Fähigkeiten überzeugt. Sie sorgte schließlich dafür, dass die L-Bank, die Staatsbank für Baden-Württemberg, das nötige Geld für den Unternehmenskauf zur Verfügung stellte.
20 Unternehmen hat Kühnel seit 2002 bereits in die nächste Generation verholfen. Das spricht sich herum. Auch Unternehmer aus anderen Regionen bitten sie um Rat.
Die Sparkasse in Esslingen kümmert sich ebenfalls intensiv um die Mittelständler der Region. Drei Spezialisten hat die Bank, die sich nur mit dem Thema Unternehmensnachfolge befassen.
Günter Wiedmann, Leiter der Existenzgründung bei der Esslinger Sparkasse, lockte Markus Waßmann aus Hannover ins baden-württembergische Filderstadt, um dort einen Fünf-Mann-Betrieb zu übernehmen, der sich mit Kälte- und Klimatechnik befasst. Waßmann hatte nach dem Besuch der Meisterschule über verschiedene Portale nach einem Betrieb gesucht, den er übernehmen kann. Über Nexxtchange und mithilfe der Sparkasse Esslingen kam er dann an Kälte Kurz, dessen Chef und Eigentümer er heute ist. Die Bank brachte alten und neuen Inhaber zusammen, kümmerte sich um Finanzierung sowie Fördergelder und stand dem Neuen als Berater zur Seite, um die Übergabe zu organisieren.
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