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20.11.2007 
Kurier-, Express- und Postdienste

Paketversender werben mit Zusatzleistungen

von Christoph Berger

In Deutschland gibt es etwa 4 000 Kurier-, Express- und Postdienste für den Versand unterschiedlichster Sendungen. Der Wettbewerb ist hart, Kurierdienste dürfen sich keine Fehler leisten. Entscheidend für das Vertrauen des Kunden sind Pünktlichkeit und unversehrtes Eintreffen der Produkte.

BERLIN. Manchmal muss es einfach schnell gehen. Zum Beispiel dann, wenn die Mitarbeiter der Blaßmann Werbegrafik GmbH in Hennigsdorf bei Berlin noch bis spät in der Nacht an einem Flyer für die am nächsten Morgen beginnende Messe in Prag gearbeitet haben. „Wir haben ihn per Übernachtkurier geschickt“, erzählt Stefan Blaßmann, Geschäftsführer des Unternehmens. Auch bei anderen Druckerzeugnissen sind die Termine oft so knapp, dass das Produkt nach dem Druck schleunigst zum Kunden muss. Der Preis für den Kurierdienst spielt dann meist eine untergeordnete Rolle. „Wichtig sind mir vor allem Schnelligkeit und Verlässlichkeit. Der Kurierdienst darf sich keine Fehler leisten“, sagt Blaßmann. Immerhin hängt vom pünktlichen und unversehrten Eintreffen seiner Produkte auch die weitere Zusammenarbeit mit seinen Kunden ab.

Mit Zusatzleistungen wie einem festen Auslieferungszeitpunkt, der Auslieferung an eine bestimmte Person, einer Identitätsprüfung des Empfängers, der Rückmeldung über den Zeitpunkt der Auslieferung und der Sendungsverfolgung versuchen sie sich von der Konkurrenz abzusetzen. Immerhin konkurrieren sie um 1,6 Mrd. Sendungen im Jahr.

Die größten Kunden sind Konzerne: „Die Topvolumina werden von Versandhändlern produziert“, weiß Horst Manner-Romberg, Geschäftsführer der MRU GmbH aus Hamburg, einer auf den Logistikmarkt spezialisierten Unternehmensberatung. Doch es gibt auch Mittelständler, die den Top-Versendern nahe kommen.

Für Kunden ist es angesichts der Angebotsvielfalt nicht immer leicht, den richtigen Paketdienstleister zu finden. Manner-Romberg rät, zuallererst das eigene Aufkommen zu analysieren. Was wird verschickt? Welches Gewicht haben die Pakete? Wo sitzen die Empfänger? „Wer sein Aufkommen charakterisiert und beschreibt, hat ein transparentes Anforderungsprofil, mit dem er sich Angebote einholen kann“, sagt der Unternehmensberater.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Die Endkundenkompetenz zählt.

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