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12.06.2008 
Studie der FHM

Unternehmer parken Mittel häufig als Festgeld

von Nicole Bastian

Eine Studie der Bielefelder Fachhochschule des Mittelstandes (FHM) zeigt: Deutsche Firmen wollen ihre Investitionen in Fonds und Zertifikaten ausbauen. Dafür wurden 3500 Unternehmen befragt. Mit überraschenden Ergebnissen.

FRANKFURT. Auch wenn das Thema Kredite mehr Aufmerksamkeit erlangt, macht sich mehr als die Hälfte der kleinen und mittelständischen Unternehmen Gedanken, wie sie liquide Mittel anlegen kann. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld im Auftrag der Commerzbank. Dazu wurden 3 500 repräsentativ ausgewählte Unternehmen mit einem Umsatz zwischen fünf Mill. und 50 Mill. Euro befragt, von denen allerdings nur 133 antworteten.

54 Prozent von ihnen hatten im vergangenen Jahr einen Bedarf, Geld anzulegen, 46 Prozent nicht. Von den Unternehmen mit Anlagebedarf hatte jedes im Schnitt 1,8 Mill. Euro zu investieren. Als Anlageinstrument dominieren der Umfrage zufolge derzeit mit weitem Abstand Festgeld und Sichteinlagen. Dies wollen die Unternehmen auch so beibehalten - denn die Sicherheit des Kapitalerhalts ist für sie das wichtigste Kriterium der Geldanlage. Erst danach folgt eine hohe Verzinsung des eingesetzten Kapitals.

Ausbauen wollen einige Unternehmen aber dennoch ihre Investitionen in gemischte Fonds, Zertifikate und Garantiefonds. Denn mit ihren Erwartungen an die Mindestverzinsung ihrer Anlagen sind die Mittelständler mit 5,9 Prozent recht anspruchsvoll. In Geldmartkfonds hat derzeit fast jedes dritte Unternehmen Geld angelegt.

Dabei schließt verfügbares Anlagegeld nicht aus, dass ein Unternehmen gleichzeitig Fremdkapital aufnimmt. Entscheidend sei, die Laufzeiten abzustimmen, so die Studie. Gleichzeitig sei der Abgleich zwischen dem Betriebsvermögen und dem Privatvermögen des Unternehmensinhabers wichtig, den nur 31 Prozent der Unternehmen, die auf die Umfrage antworteten, vornehmen. Unternehmensteuerreform und Abgeltungsteuer bevorteilten Finanzanlagen im Betriebsvermögen. "Vor allem die Begünstigung nicht entnommener Gewinne kann in diesem Zusammenhang in den nächsten Jahren zur Erhöhung des Anlagebedarfs im Betriebsvermögen führen", heißt es weiter.

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