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03.05.2008 

„Weiterbildung ist Pflicht und Teil unserer Unternehmenskultur“, sagt Rudolf Kast, Sick-Personalchef. Das Unternehmen setzt auf intelligente Lösungen im Umgang mit der in die Jahre kommenden Belegschaft: Altersgemischte Teams, leistungsabhängige Entlohnung und Mentorenprogramme sollen das Wissen der Älteren im ganzen Unternehmen zugänglich machen.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch das Projekt Nova.PE, ursprünglich durch den Europäischen Sozialfonds in Nordrhein-Westfalen gefördert und inzwischen bundesweit tätig. „Rund ein Drittel seines Wissens nimmt ein Mitarbeiter mit in den Ruhestand“, sagt Rüdiger Piorr von bkp aus Bochum, einem der beteiligten Beratungsunternehmen. Rund 70 Transferprozesse von „alt zu jung“ hat Nova.PE bereits begleitet, fünf davon bei dem Unternehmen Wicke in Sprockhövel am Rande des Ruhrgebiets.

Der mittelständische Räder-Hersteller beschäftigt viele ältere Mitarbeiter. „Ihr Wissen dürfen wir nicht verlieren“, sagt Personalleiter Peter Steinmann. Anhand eines Transferplans wird über Monate, teilweise auch über Jahre, Wissen übertragen.

Wer sich für das Modell interessiert, muss mit einer Investition von rund 15 000 bis 20 000 Euro für die Beratungsleistung rechnen. „Eine Ausgabe, die sich rechnet“, findet Piorr. Denn ein einmal „demographiefest“ gemachtes Unternehmen könne das Werkzeug kontinuierlich nutzen. So nimmt kein Mitarbeiter Wissen mit in die Rente, ohne es vorher an seine Kollegen weitergegeben zu haben.

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