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08.08.2007 
Handelsblatt-Firmencheck

Kleine Konzerne glänzen mit großen Renditen

von Dieter Fockenbrock

Die größten Konzerne Deutschlands sind nicht zugleich die profitabelsten. Im Gegenteil: Das Handelsblatt-Ranking der Umsatz-Renditejäger unter den führenden Konzernen wird von Solarworld angeführt, einem jungen Spezialisten für Solarstromtechnik. Und auch sonst machen die meisten kleineren Unternehmen eine bessere Figur als ihre großen Konkurrenten.

DÜSSELDORF. Mit gut 25 Prozent Umsatzrendite liegt Solarworld, das erst neun Jahre alte Unternehmen aus Bonn, klar vor seinen Verfolgern, der Walldorfer Softwareschmiede SAP (Dax) und dem Spezialisten für Zahlungssysteme Wirecard (TecDax) aus Berlin.Solarworld beweist auch: Die Rhein-Ruhr-Region hat als Industriestandort keineswegs ausgedient. Der Großraum München ist mit 22 Aktiengesellschaften zwar herangerückt. Doch haben die Bayern das Revier nicht von der Spitze verdrängt. Das zeigt der Handelsblatt-Firmencheck mit Deutschlands 124 führenden Industrie-, Handels- und Dienstleistungskonzernen. Völlig unerwartet schaffen auch zwei eher klassische Unternehmen den Sprung an die Rentabilitätsspitze: Rational, Hersteller von Küchentechnik aus dem SDax, und der Stahlkocher Salzgitter (MDax).

Diese bunte Mischung in der Führungsgruppe zeigt nach Einschätzung von Thomas Kautzsch, Direktor der Unternehmensberatung Oliver Wyman, dass "es keinen einheitlichen Branchentrend" bei Wachstum und Rentabilität gibt. "Die Zahlen belegten vielmehr, dass einzelne Unternehmen eben gut geführt sind und andere nicht."


Bildergalerie Ranking: Die umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland


Diese hausgemachten Firmenkonjunkturen sind im Handelsblatt-Firmencheck abzulesen, der in Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschaftsprüfung (IWP) der Universität Saarbrücken und Oliver Wyman entsteht. Untersucht werden die Dax-, MDax-, SDax- und TecDax-Werte außer Banken und Finanzdienstleister. Porsche würde in diesem Ranking mit 18,5 Prozent Umsatzrendite immerhin Platz vier belegen und führe damit den großen Konkurrenten davon. Der Sportwagenhersteller wird aber nicht berücksichtigt, weil er in keinem der Börsensegmente vertreten ist. Porsche weigert sich seit Jahren, die geforderten Transparenzkriterien zu erfüllen und etwa detaillierte Quartalsberichte vorzulegen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Enorm sind die Steigerungsraten beim Umsatz quer über alle Unternehmensgrößen und Branchen.

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