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Rezession und Finanzkrise hinterlassen Spuren: Die Ungarn müssen sparen

Fallschirmspringer mit ungarischen Nationalfarben. Foto: Reuters

Ungarn stehen schwere Zeiten ins Haus. Nach einigen guten Jahren mit vergleichsweisen hohen Wachstumsraten muss das Zehn-Millionen-Volk an der Donau wenn nicht noch in diesem, aber spätestens im nächsten Jahr den Gürtel deutlich enger schnallen. Die wirtschaftliche Aussichten sind alles andere als rosig, nächstes Jahr könnte die Wirtschaft sogar schrumpfen.

Finanzkrise: Osteuropabank will Reformstaaten mit Rekordinvestitionen stützen

Die Osteuropabank (EBRD) will im Kampf gegen die Folgen der Finanzkrise im nächsten Jahr die Rekordsumme von sieben Mrd. Euro investieren. Zusammen mit weiteren Mitteln von EBRD-Handelspartnern könnten somit 2009 über 20 Mrd. Euro zusammenkommen, teilte die von dem Deutschen Thomas Mirow geführte Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung am Donnerstag mit.

Industrieproduktion bricht ein: Ungarn schnürt Banken-Notpaket

Ungarn will den durch die globale Finanzkrise angeschlagenen Banken mit einem Notpaket im Umfang von umgerechnet rund 2,3 Mrd. Euro (600 Mrd. Forint ) helfen. Finanziert werden soll das Paket aus dem 20 Mrd. Euro umfassenden Kreditrahmen, den der Internationale Währungsfonds (IWF), die Europäische Union (EU) und die Weltbank in der vergangenen Woche Ungarn zugesprochen hatten.

Not-Hilfe: IWF und EU pumpen Milliarden nach Ungarn

IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn: Der Internationale Währungsfonds stellt für Ungarn umgerechnet 12,5 Milliarden Euro bereit. Foto: Reuters

Ungarn erhält vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Union eine massive Finanzhilfe. Insgesamt bekommt das vom Staatsbankrott bedrohte Land 20 Milliarden Euro, um seinen Zahlungsverpflichtungen weiter nachkommen zu können. Die Regierung in Budapest rechnet wegen der Krise inzwischen mit einem Verlust von bis zu 50 000 Arbeitsplätzen.

Staat unter Beobachtung: Schleichend nistet sich die Krise in Ungarn ein

Dass es mit dem Donau-Staat in den vergangenen Jahren bergab ging, hat auch die Politik, im Bild das ungarische Parlament, zu verantworten. Foto: dpa

Das Vertrauen in die einstige Vorzeigewirtschaft Ungarn ist verloren gegangen. Eine hohe Auslandsverschuldung und eine unter Druck geratene Währung haben dazu geführt, dass die wichtigsten Ratingagenturen den Staat an der Donau unter Beobachtung genommen haben. Wie sich Ungarn aus der schwierigen Lage befreien will.

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