Royal Dutch Shell: Milliarden-Verkäufe sollen die Schulden senken

Royal Dutch Shell
Milliarden-Verkäufe sollen die Schulden senken

Der Ölriese Shell verkauft mehrere Ölfelder in der Nordsee und in Thailand Der Verkauf ist Teil eines 30 Milliarden schweren Verkaufsprogramm, das sich der Konzern selbst auferlegt hat.
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LondonDer britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell gibt mit einem milliardenschweren Anteilsverkauf mehr als die Hälfte seiner britischen Nordsee-Produktion ab. Für seine Anteile an verschiedenen Öl- und Gasförderstätten kassiert Shell vom Ölförderer Chrysaor bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar (etwa 3,55 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. 3 Milliarden Dollar erhält Shell sofort bei Abschluss, den Rest abhängig von der Ölpreisentwicklung und der Entdeckung weiterer Vorkommen.

Zudem trennt sich Shell von seiner Beteiligung an einem Gas-Projekt in Thailand, das nun für 900 Millionen Dollar nach Kuwait verkauft wird.

Der Anteilsverkauf ist Teil des 30 Milliarden Dollar schweren Verkaufsprogramms von Shell. Der Konzern will die hohe Verschuldung reduzieren, die unter anderem wegen des 54 Milliarden Dollar teuren Zukaufs des Gasförderers BG Group entstanden ist. Für den Rückbau der Anlagen in der britischen Nordsee bleibt eine Verpflichtung in Höhe von rund 1 Milliarde Dollar bei Shell.

Das Paket umfasst Anteile an mehreren Förderstätten, die einer Förderung von rund 115.000 Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag entsprechen. Insgesamt verfügte der Konzern in der britischen Nordsee im vergangenen Jahr über ein Fördervolumen von 211.000 Barrel. Im zweiten Halbjahr soll das Geschäft abgeschlossen werden, Shell rechnet mit einem Sonderertrag durch den Verkauf.

Die Förderung in der Nordsee ist seit den späten 1990er-Jahren rückläufig und Öl-Konzerne wie Shell oder BP haben Schwierigkeiten, dort schwarze Zahlen zu schreiben. Rund 400 Mitarbeiter sollen im Rahmen der Transaktion zu Chrysaor wechseln.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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