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28.02.2008 
Neue Teamsoftware „Google Sites“

Google verschärft Angriffskurs bei Business-Software

von Axel Postinett

Google stellt ein neues Teamwork-Programm für seine Bürosoftware "Google Apps" vor. Das kostenlose Google Sites soll dem lahmenden Office-Konkurrenten neuen Schwung verleihen und Microsofts Sharepoint-Dienst das Leben schwer machen.

DÜSSELDORF. Projektteams aus Unternehmen, Universitäten oder Schulen treffen sich in Zukunft direkt im Internet und arbeiten - bei Google. Mit der Teamsoftware "Google Sites" dringt der Suchmaschinenkonzern weiter in den Markt für Business-Software vor und verschärft den Angriff auf Microsoft und dessen Web-Angebot Windows Sharepoint Service sowie auf Anbieter von CM-Systemen (Content Management Systemen) wie Vignette oder Reddot.

Mit Google Sites können Mitarbeiter von Unternehmen unkompliziert verschiedene Informationen - Videos, Kalender, Präsentationen, Anhänge oder Texte - auf einer Webseite zusammenstellen und bearbeiten. Die Anwendungspalette reicht von einem Projekt für wenige Tage bis zu einer kompletten Intranet-Seite.

Bislang mussten Firmen für solche Internet-Projekte spezielle Soft- oder Hardware kaufen. Microsofts Sharepoint etwa verlangt als Basis den "Windows Server 2003". Wer Projektseiten erstellen wollte, brauchte Programmierkenntnisse etwa in der Websprache HTML. "Mit Google Sites kann jeder in Minuten eine eigene Webseite erstellen und andere einladen mitzumachen", sagt Kai Gutzeit, der für den Vertrieb von Unternehmenslösungen bei Google zuständig ist.

Das kostenlose Programmpaket erweitert den bisherigen "Page Creator" und ist seit Donnerstag » online verfügbar. Es läuft nur mit der Google Google-Bürosoftware Apps in der sogenannten "Team Edition". Bislang ist es Google mit "Apps" nicht gelungen, wirklich im Geschäftskundenbereich in Konkurrenz zu Microsofts Office zu treten. Der Funktionsumfang der reinen Web-Anwendung ist noch immer zu gering im Vergleich zu Microsofts Office-Paket. Die Erweiterung um "Sites" könnte dem Dienst nun neuen Schub geben.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Google verspricht eine geschützte Arbeitsumgebung

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