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24.06.2008 
KfW

Zahl der Unternehmensgründungen auf Tiefststand

In Deutschland wagen trotz guter Konjunktur zunehmend weniger Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Zahl der Unternehmensgründer sank im vergangenen Jahr nach Zahlen der Förderbank KfW auf einen Tiefststand.

Laut KfW hat die Gründerzahl in Deutschland den tiefsten Stand seit der Jahrtausendwende erreicht. Foto: apLupe

Laut KfW hat die Gründerzahl in Deutschland den tiefsten Stand seit der Jahrtausendwende erreicht. Foto: ap

HB FRANKFURT. Laut KfW sank die Zahl der Unternehmensgründer im vergangenen Jahr auf 860 000. Das sei der tiefste Stand seit der Jahrtausendwende, teilte die KfW Bankengruppe am Dienstag in Frankfurt mit.

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Gründerzahl im Jahr 2007 um 230 000 (minus 21 Prozent) zurück. Davon war vor allem der Osten der Republik betroffen: Dort war der prozentuale Rückgang mit minus 35 Prozent doppelt so hoch wie in den alten Bundesländern (minus 17 Prozent).

Nach Einschätzung der staatlichen KfW Bankengruppe beflügelte das kräftige Wirtschaftswachstum der Jahre 2006 und 2007 vor allem den Aufbau abhängiger Beschäftigungsverhältnisse und weniger die Zahl der Gründungen.

Zwar habe sich das robuste Wachstum positiv auf Startbedingungen für Existenzgründer und Gründungschancen ausgewirkt. Doch die gute Konjunktur habe auch die Nachfrage nach abhängiger Beschäftigung verstärkt. „Per saldo entschieden sich weniger potenziell Gründungswillige für eine selbstständige Erwerbstätigkeit“, erklärte die KfW in ihrem „Gründungsmonitor 2008“.

Weil zugleich der Zugang zu Fördermitteln der Bundesagentur für Arbeit (BA) für Gründungen aus der Arbeitslosigkeit eingeschränkt worden sei, hätten auch weniger Arbeitslose den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt: Die Zahl der Gründer aus der Arbeitslosigkeit sank im Jahr 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 45 000 auf 147 000.

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