Um die besten Produktmarken und Wachstumsmarken herauszufinden, analysierten die Marktforscher Daten aus den jeweiligen Branchen und führten anschließend rund 3 000 Telefoninterviews. Das überraschende Ergebnis: Beide Erstplazierten – sowohl Kamerahersteller Canon als beste Produktmarke als auch Handyanbieter Sony Ericsson als beste Wachstumsmarke – standen bereits vor einem Jahr auf Platz eins der jeweiligen Kategorie.
„Bei Canon wundert mich das nicht“, sagt Serviceplan-Chef Haller. Schließlich werde in dieser Kategorie die absolute Markenstärke gemessen, und die verändere sich nicht so schnell. „Canon hat sich eine unglaublich starke Marktposition im Kameramarkt erkämpft und sich dabei als verbrauchernahe und begehrliche Marke etabliert“, urteilt Haller. Die Strategie von Canon: „Wir konzentrieren uns auf die Vermittlung von Emotionen und weniger auf die Betonung von Technologien“, sagt Jeppe Frandsen, Geschäftsführer Canon Deutschland.
Auf Platz zwei der Kategorie „Beste Produktmarke“ landete Adidas. Der Kaffeeröster Tchibo verteidigte den dritten Rang erfolgreich.
Weitaus mehr Bewegung gab es dagegen in der Kategorie „Beste Wachstumsmarke“, in der es um die prozentuale Veränderung der Marken gegenüber dem Vorjahr geht: Fast alle Platzierten sind Neueinsteiger, allein Sony Ericsson konnte sich in der Gewinnerliste halten – auf dem ersten Platz. Für Serviceplan-Chef Haller ergibt dieses bemerkenswerte Ergebnis durchaus Sinn: Das Unternehmen würde sehr gute Produkte auf den Markt bringen, urteilt er. „Es ist die einzig wirklich gut geführte Marke im Handymarkt.“ Das audiovisuelle Logo, das geschickte Einsetzen von Hilfsmarken wie Cybershop und Walkman sowie die emotionale Werbekampagne – all dies zahle auf die Marke ein.
Axel Kettenring, verantwortlich für das Deutschland-Geschäft von Sony Ericsson, sieht seine Strategie bestätigt: „Wir sind eine sehr junge Marke, 2001 gegründet, aber es zeigt sich, dass wir die richtigen Pflöcke eingeschlagen haben.“
