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26.02.2008 
Marktstudie

Das Geschäft der Berater blüht

von Bert Fröndhoff

Alle reden von der Finanzkrise, aber die Consulting-Branche kümmert’s nicht. Ihr Geschäft ist stabil, gerade mittelgroße Unternehmen legten zu. Entscheidend für weiteres Wachstum wird sein, ob die die Beratungsgesellschaften ausreichend neues Personal finden.

Antonio Schnieder, Präsident des Beraterverbandes BDU. Foto: PR

Antonio Schnieder, Präsident des Beraterverbandes BDU. Foto: PR

DÜSSELDORF. Von einer möglichen Krise der deutschen Wirtschaft spüren die Unternehmensberater derzeit nichts – im Gegenteil: Die Consultants haben die Auftragsbücher gut gefüllt und sehen nach dem Boom im vorigen Jahr Luft für weitere Zuwächse. Das zeigt die gestern vorgelegte Marktstudie des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU). Danach stieg im vorigen Jahr der Branchenumsatz um knapp zwölf Prozent auf 16,8 Mrd. Euro. Für dieses Jahr prognostiziert die Branche einen erneuten Zuwachs von elf Prozent.

Die Geschäftslage der Berater kann als Indikator für die konjunkturelle Gesamtlage dienen, da sich die Consultingbudgets in Unternehmen in einer Krise schnell nach unten bewegen. Der BDU hat die Prognose allerdings vor dem Börsencrash Ende Januar und der Zuspitzung der US-Hypothekenmarktkrise erstellt.

Deswegen wurden die Beratungshäuser im Februar um ein Update gebeten und dadurch der aktuelle Geschäftsklimaindex der Branche ermittelt. Der Wert sank im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2007 leicht von 50,2 auf 47,3. Er bleibt aber weit entfernt vom Tiefstwert (26), den er vor drei Jahren hatte. Nur fünf Prozent der Befragten rechnen in den kommenden sechs Monaten mit einem ungünstigen Geschäftsverlauf.

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