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17.04.2007 
Max Dietrich Kley

„Ein Drittel der Vergütung sollte fix sein“

von D. Fockenbrock

„Aufsichtsräte müssen ihre Arbeit am langfristigen Unternehmenserfolg orientieren und davon profitieren“, sagt Max Dietrich Kley. Der Aufsichtsratsvorsitzender von Infineon und SGL spricht im Interview über gerechte Vergütung und die Möglichkeiten, Erfolge zu messen.

Max Dietrich Kley ist Aufsichtsratsvorsitzender von Infineon und SGL sowie BASF-Aufsichtsrat. Foto: dpaLupe

Max Dietrich Kley ist Aufsichtsratsvorsitzender von Infineon und SGL sowie BASF-Aufsichtsrat. Foto: dpa

Handelsblatt: Aufsichtsräte sollen unabhängig sein. Müssten sie deshalb nicht konsequenterweise nur mit festen Bezügen bezahlt werden?

Max Dietrich Kley: Nein, keineswegs. Aufsichtsräte müssen ihre Arbeit auch am langfristigen Unternehmenserfolg orientieren und davon profitieren.

An welchen Kriterien misst sich der Erfolg?

Ideal ist das Ergebnis pro Aktie. Diesen Maßstab wählen immer mehr Konzerne. Es können auch betriebswirtschaftliche Kennziffern sein. Auf jeden Fall sollten sie die Entwicklung des Unternehmens gut spiegeln.

Hinzu kommt die Vergütung der Ausschussarbeit...

...die immer wichtiger wird. Das gilt wegen steigender Haftungsrisiken vor allem für Prüfungsausschüsse. Die Arbeit muss hier angemessen vergütet werden.

Welches Verhältnis zwischen festen und variablen Bezügen empfehlen Sie?

Ein Drittel solle fix sein.

Dann gehen Aufsichtsräte, die Sanierungsfälle begleiten, weitgehend leer aus. Obwohl sie besonders viel zu tun haben.

Das ist in der Tat ein Widerspruch, weil der höhere Aufwand nicht vergütet wird. Andererseits hat ein Aufsichtsrat dann einen großen Anreiz, sich stark für das Unternehmen zu engagieren und somit langfristig seine Bezüge wieder zu verbessern.

Das macht ein Aufsichtsratsmandat kurzfristig nicht unbedingt attraktiv?

Wer sich für eine solche Aufgabe zur Verfügung stellt, der muss das in Kauf nehmen.

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