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03.01.2008 

Beraten und verkauft - die Tricks der Anlagbetrüger:

Grauer Markt

Unterliegt keiner staatlichen Aufsicht oder Kontrolle. Die Angebote werden oft per Telefon oder im Wohnzimmer des Anlegers verkauft. Viele Offerten des Grauen Kapitalmarktes sind unseriös.

"Cold Calls"

Dubiose Anbieter auf dem Grauen Kapitalmarkt versuchen häufig, Anleger mit unangemeldeten Anrufen zu überrumpeln. Doch solche Initiativanrufe gelten als unerwünschte Werbung und sind gesetzeswidrig.

Produkte

Betrüger auf dem Grauen Kapitalmarkt setzen auf gängige Markttrends wie derzeit Rohstoffe oder Derivate. Beliebt sind auch geschlossene Fonds; bei ihnen kann in der Regel nur im Platzierungszeitraum investiert werden. Der Erwerber eines Anteils wird Unternehmer (in der Regel Kommanditist), das heißt er muss bei Verlust Geld nachschießen.

Atypisch stille Beteiligungen

Anleger sind am Gewinn und Verlust des Unternehmens beteiligt, haben aber keinerlei Mitbestimmungsrechte, was mit ihrem Geld geschieht. Oft wird in einen Sparplan eingezahlt oder per Einmalzahlung. Die Verträge haben häufig eine Laufzeit von bis zu 40 Jahren, eine Kündigung ist nicht möglich. Bricht die Firma zusammen, muss der Anleger sogar noch Geld nachschießen.

Inhaber-Schuldverschreibungen

Dies sind festverzinsliche Wertpapiere. Zum Ende der Laufzeit bekommt der Anleger seinen kompletten Nennbetrag zurück. Sie werden oft von Unternehmen begeben, die von ihrer Bank keinen Kredit mehr bekommen und sich deshalb auf diese Weise finanzieren. Sie sind am Grauen Kapitalmarkt beliebt.

Information

Hilfe bieten die Verbraucherzentralen und Anlegerschutzverbände unter anderem » www.bund-der-kapitalanleger.de; » www.deutscher-anlegerschutzbund.de; » www.dias-ev.de

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