Vanessa Kullmann...
Vanessa Kullmann wird 1972 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur lernt sie Textilbetriebswirtin an der Fachschule Nagold. In der Ausbildung findet sie jedoch nicht, was sie sich erhofft hatte. Es folgen diverse Praktika als Stylistin und Studioassisstentin in New York. Beim Kaffeeholen bei Starbucks kommt ihr die Idee, in Deutschland eine Kaffeehauskette zu gründen. Noch in den USA besucht sie das Wochenend-Seminar „How to open a Coffee Shop?“ Im Mai 1998 eröffnet sie in ihrer Heimatstadt den ersten eigenen Coffee-Shop. Das Konzept, das Filterkaffee und Kännchen ablöst, kommt an. Heute gibt es Balzac Coffee 36 mal in Deutschland.
...und ihre Konkurrenz
Starbucks: Das Original kommt aus den USA und ist nach dem ersten Maat in Herman Melvilles Roman Moby Dick benannt. 14 400 Filialen gibt es weltweit. In Deutschland ist Starbucks seit dem Jahr 2002 vertreten und Platzhirsch. Die 180 Filialen binnen weniger Monate, die der US-Konzern beim Start angekündigt hatte, wurden bisher jedoch noch nicht erreicht – noch nicht. 108 Filialen gibt es bis dato und noch viele weiße Flecken. In Ostdeutschland ist das schwarz-grüne Logo mit der Meerjungfrau etwa noch gar nicht präsent. Die Kaffeeköstlichkeiten um die drei Euro verkaufen sich am besten in wirtschaftlich prosperierenden Landstrichen. Eine Lücke im Netz hat Starbucks im vergangenen Jahr aber geschlossen und den Kampf Goliath gegen David eröffnet: Hamburg. Die Hansestadt war bisher Balzac-Coffee-Land.
Mc Café: McDonalds ist im Jahr 2003 in Deutschland zwar noch später mit dem eigenen Kaffeekonzept McCafé gestartet als das amerikanische Vorbild Starbucks. Die Fastfoodkette legt jedoch ein hohes Tempo vor. Über 300 McCafés gibt es bereits bundesweit und die Expansion geht weiter. Das „Café“ ist dabei meist an ein Schnellimbisslokal gekoppelt, aber abgetrennt. Das Interieur in braun und beige ist jedoch ganz anders und erinnert als eine Art Lounge stark an Starbucks. Der Schotte hat auch den Preiskampf eröffnet. Cappuchino und Café Latte kosten ab 1,80 Euro.
Woyton: Woyton hat eine ähnliche Geschichte wie Balzac. Der 36-jährige Martin Schäfer eröffnete seine erste Filiale 1998 in Düsseldorf. Benannt ist die Kette nach seinem GroßvaterArthur Woyton. 20 Filialen gibt es bisher – in Düsseldorf (9), Köln (6), Neuss (1),Oldenburg (2), Wilhelmshaven (1) und auf Sylt (1). Anders als bei der Konkurrenz gibt es bei Woyton auch warmes Essen und eine gewisse Bio-Orientierung. Die Expansion des nach wie vor gründergeführten Unternehmens treibt die Café & Bar Celona GmbH (Extrablatt) mit voran, die seit 2004 ein Viertel der Anteile hält.
