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12.09.2007 

Dass sich derartige Marketing- Maßnahmen lohnen, beweisen bereits zahlreiche größere Kanzleien. "Eine eigene Homepage zählt inzwischen ganz eindeutig zum Pflichtprogramm", sagt beispielsweise Guido Wurll, Fachanwalt bei der auf Arbeitsrecht spezialisierten Sozietät Wurll und Klein in Düsseldorf. Darüber hinaus würden beispielsweise Verzeichnisse im Internet und Suchmaschinen immer wichtiger, auch wenn auch hier die Möglichkeiten nicht überschätzt werden dürfen. Entscheidend ist es vielmehr, sich vorher Gedanken über die eigene Zielgruppe zu machen und diese mit einer maßgeschneiderten Marketingstrategie auch direkt anzusprechen.

Die Nürnberger Datev, der größte IT- und Beratungsdienstleister für Steuerberater und Anwälte in Deutschland, ist auch von diesem Ansatz überzeugt und bietet inzwischen spezielle Marketingberatungen an.

"Werbung und Marketing entwickeln sich allmählich zu einer der Kernaktivitäten der Kanzleien", sagt Hans Martin Bauer, Leiter des Bereichs Kanzleiberatung bei der Datev. Bereits seit zwei, drei Jahren würden die innovativeren Kanzleien zahlreiche Maßnahmen umsetzen. "Allein wegen des inzwischen hohen Verdrängungswettbewerbs werden die anderen, eher traditionell veranlagten Berater aber sicher bald folgen", sagt Bauer.

Letztlich müssen sich die Bemühungen aber auch für die zahlrichen kleineren Steuerberater- und Rechtsanwaltskanzleien auszahlen. "Kosten und Nutzen müssen in der richtigen Relation zueinander stehen", bestätigt Wurll. Immerhin kosten nicht nur die eigentlichen Werbemaßnahmen Geld; auch mögliche Fortbildungen belasten des Budget vieler Freiberufler. Richtig teuer kann es sogar werden, wenn externe, professionelle Agenturen mit der Entwicklung von Marketing-Maßnahmen beauftragt werden.

"Langfristig wird diese Rechnung aber immer aufgehen", sagt Datev-Berater Bauer. Allerdings dürfen Werbung und Marketing nicht automatisch gleich gesetzt werden mit dem Verkauf der eigenen Leistung. "Nicht durch jeden verteilten Flyer kommen sofort neue Mandanten", sagt der Experte. Vielmehr gehe es darum, langfristig ein positives Image aufzubauen und in der Öffentlichkeit präsent zu sein. Dies würde sich dann in letzter Konsequenz auch förderlich auf die eigenen Mandantenzahlen auswirken.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Mandanten sind wechselfreudig

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