02.10.2005

Polizei rettete Tier aus überhitztem Auto: Leichtsinnige Hundebesitzerin muss zahlen

Eine Hundebesitzerin muss einen Polizeieinsatz bezahlen, weil sie ihr Tier leichtsinnig im Auto hoher Hitze ausgesetzt hat.

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Die Sonne brannte, das Thermometer war bis auf 31 Grad gestiegen. Eine Autofahrerin hielt die Hitze jedoch nicht davon ab, ihren Hund bei geschlossenen Fenstern im geparkten Auto zurückzulassen. Ein Passant entdeckte das mit weit heraushängender Zunge hechelnde Tier und informierte die Polizei. Die Beamten schlugen mit einem Beil die Scheibe ein und befreiten den Hund aus der Hitzefalle. Wenig später schickte die Polizeidienststelle der Hundebesitzerin eine Rechnung über 83 Euro für Personal- und Fahrtkosten. Doch sie weigerte sich zu zahlen. Die Polizisten hätten überreagiert, zudem bezahle sie deren Arbeit schon mit ihren Steuern.

Das Oberverwaltungsgericht Koblenz verdonnerte sie jetzt trotzdem, die Rechnung zu begleichen (12 A 10619/05). Die Beamten hätten richtig reagiert, weil der Vierbeiner in Lebensgefahr und die Frau nicht erreichbar war, urteilten die Koblenzer Richter. Und da der Einsatz nur wegen des Leichtsinns der Dame nötig wurde, müsse sie eben die Kosten tragen.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 38 vom 15.09.2005 Seite 124

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