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27.10.2006 
EU-Kommission

Mit trojanischem Pferd gegen alkoholische Getränke?

Zwar betont die EU-Kommission in einem Strategiepapier, dass sie derzeit keine Werbeverbote plane, das Dokument macht aber deutlich, dass Werbung den Alkoholmissbrauch primär verursacht. Der Markenverband und die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) geben keine Entwarnung für das Marketing alkoholhaltiger Getränke.

Wie der Verband erklärt, ist das gerade in Straßburg vorgestellte Strategiepapier der EU-Kommission gegen den Konsum alkoholhaltiger Getränke kein Grund zur Beruhigung für Markenartikler und Werbungtreibende. Das Dokument der EU-Kommission sei nichts anderes als ein "Trojanisches Pferd" mit der Zielsetzung, langfristig ein Werbeverbot für alkoholhaltige Getränke in Europa zu erreichen.

Dabei zeigten eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien, dass nicht Werbung, sondern gesellschaftliche und soziale Rahmenbedingungen ursächlich für Alkoholmissbrauch verantwortlich sind. "Es muss Schluss gemacht werden mit der Diskriminierung der Werbung von Herstellern alkoholhaltiger Getränke. Die Industrie erwartet die Rückkehr zu einer Debatte auf der Grundlage seriöser Daten und realer sozialpsychologischer Erkenntnisse," erklärt Franz Falke, -Peter Präsident des Markenverbandes.

Markenverband und OWM sehen nicht die Notwendigkeit, weitergehende Maßnahmen durch die EU-Kommission einzuführen und lehnen eine Ausweitung der bestehenden Selbstverpflichtungen oder gar eine "regulierte Selbstregulierung" der Industrie ab.

www.markenverband.de
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