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15.02.2008 

Herbert Batliner, fintenreicher Treuhänder aus Liechtenstein, hatte vor Jahren deutschen Drückebergern in 200 Fällen Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet, indem er ihr Geld in heimischen Stiftungen verschwinden ließ. Das Geld und mit ihm die Namen der Sünder tauchten erst wieder auf, als bei den Bochumer Verfolgern anonym eine CD-Rom mit allen Daten im Briefkasten lag. Batliner selbst musste eine siebenstellige Summe zahlen, damit sein Verfahren eingestellt wurde. Zumwinkels Fall habe aber nichts mit Batliner zu tun, sagt Bienioßek. "Diese Verfahren sind abgearbeitet."

Vor allem Lichtinghagen und Bienioßek gelten als harte und hartnäckige Ermittler, die weder Verhaftungen noch das Rampenlicht scheuen. Lichtinghagen (53) bezeichnet Steuerhinterzieher schon mal medienwirksam als "Sozialschädlinge". Und wenn es sein muss, rückt sie auch Prominenten mit Durchsuchungsbeschlüssen auf die Pelle, etwa der TV-Ärztin Antje Kühnemann. -Katrin


Bildergalerie Bild für Bild: Die spektakulärsten Fälle von Steuerhinterziehung


Bienioßek, der stets entspannt wirkende Bartträger, hat ebenfalls schon eine Menge Elend erlebt. Den Niedergang von Markus Scheer, dem Moorhuhn-Erfinder, etwa oder den Selbstmord des wegen Betrugs inhaftierten ehemaligen Oberstadtdirektor von Bonn, Dieter Diekmann. Derzeit kümmert sich Bienioßek um Strafanzeigen gegen Nokia wegen angeblichen Subventionsbetrugs.

Warum Zumwinkel, wenn er denn Täter ist, nicht von der vor Jahren möglichen Steueramnestie Gebrauch gemacht hat, dazu will der Strafverfolger nichts sagen. Schließlich habe er noch nicht einmal den Namen Zumwinkel in den Mund genommen. Aber, mal so ganz abstrakt: "Manche agieren halt nach dem Motto: Die Hoffnung stirbt zuletzt."

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