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29.08.2006 

Unterdessen wickelt die Öffentliche Rechtsauskunft Öra in Hamburg weitere 15 000 Fälle ab. Dort hatten Anleger eine Schlichtung beantragt und auf einen Vergleich mit der Deutschen Telekom gehofft. Das wäre für die Anleger wesentlich kostengünstiger geworden als die Vertretung durch einen Anwalt. Doch die Deutsche Telekom ist bis jetzt zu keinem der Termine erschienen. "Wir sind überzeugt, dass die Vorwürfe substanzlos sind und gehen deshalb in keinen Vergleich", sagt ein Sprecher.

Solange ein Fall bei der Öra liegt, wird die Verjährung aufgeschoben. "Viele Betroffene sind inzwischen froh, wenn es auch bei uns lange dauert", sagt Monika Hartges von der Öra. Die Schlichtungsstelle hat bis jetzt etwa die Hälfte aller Fälle abgewickelt. Sobald sie entschieden sind, tickt wieder die Uhr. Ein halbes Jahr haben Anleger dann noch Zeit um zu klagen, danach ist ihr Fall verjährt.

Der Rechtsweg ist auch jetzt noch teuer: Wer etwa 5 000 Euro in die Telekom-Aktien investiert hat, muss mit Anwaltskosten von rund 700 Euro rechnen.

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