Verhandlungen würden gerade in den Regionen sehr viel Zeit beanspruchen, und sie müssten meist vom Chef persönlich geführt werden. „Russen wollen stets auf Augenhöhe verhandeln“, sagt Schneider. Für die westlichen Firmen ist es schwierig, gute lokale Manager zu gewinnen und vor allem, im Unternehmen zu halten. Der Fachkräftemangel ist derzeit eine der größten Bremsen bei der Expansion in Russland, wie auch die Dauerbrenner-Themen Bürokratie und Korruption
Doch bleibt Moskau und das nähere Umland für die Zentrale ihrer Landesgesellschaften auch künftig erste Wahl, erwarten die Experten. Von dort sind alle russischen Städte per Flugzeug gut zu erreichen. Zudem sind für die Firmen meist nur in der Hauptstadt die dringend benötigten Finanzfachleute zu bekommen. Wegen der horrenden Büromieten und dem fast kollabierenden Verkehr weichen aber einige schon auf das weitere Umland Moskaus aus.
