Viele der deutschen Social-Commerce-Gründer gehören international zu den Vorreitern. Dealjaeger zum Beispiel gilt unter Experten als eine der innovativsten neuen Seiten. Über das Bremer Startup Iliketotallyloveit haben bereits das US-Magazin "Wired" und die britische "Times" berichtet. Iliketotallyloveit funktioniert wie das Nachrichtenportal Digg, auf dem sich Nutzer gegenseitig auf interessante Meldungen hinweisen - nur, dass bei Iliketotallyloveit Produkte bewertet werden.
Bisher haben sich die Investoren noch zurückgehalten. Marktinsidern zufolge werden aber schon bald die ersten großen Beteiligungen verkündet. Laut Berater Krisch wird die Zahl der Social-Commerce-Gründer dadurch deutlich zunehmen. Bedarf sehen Experten auch noch an Startups, die den Datenaustausch zwischen den verschiedenen Plattformen vereinfachen. Aber auch Orte, an denen sich Sammler treffen oder Köche, die spezielle Öle suchen, bieten attraktive Nischen.
Für das Beratungsunternehmen Gartner steht deshalb fest: Online-Händlern, die heute die sozialen Elemente im Verkauf ignorieren, entgeht morgen der Umsatz.
A Better Tomorrow: Mit ihrem 2006 gegründeten Internet-Marktplatz will das Düsseldorfer Startup vor allem jungen Modedesignern einen Marktzugang schaffen. Sie bündeln Kunden zu einer Gemeinschaft, die sich über die jungen Labels austauscht und die besten Entwürfe prämiert. 10 000 Nutzer schauen bereits regelmäßig auf der Plattform vorbei. » www.a-better-tomorrow.com
Askfirst: Bei Askfirst sollen die Mitglieder ihre Lieblingsprodukte empfehlen, ähnlich wie bei Edelight (siehe unten). Das Angebot befindet sich allerdings noch in einer frühen Testphase. » www.askfirst.de
Dawanda: Ein Einkaufsportal, auf dem vor allem Kunsthandwerker ihre Produkte einem interessierten Publikum anbieten. Dawanda ist angelehnt an die sehr erfolgreiche amerikanische Seite Etsy.com. Einer der Investoren ist die Verlagsgruppe Holtzbrinck. » www.dawanda.de
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