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03.09.2007 

Für Eikelmann und seine Frau ist es „ein Muss ist, mindestens einmal im Jahr an die Côte d’Azur zu fahren. Am liebsten im Mai oder Juni, wenn es noch nicht zu heiß ist.“ Doch kennengelernt hat er seine Frau Anne Lore nicht etwa dort, sondern in Düsseldorf und über das Tennisspielen. Und Sport, Kicken mit Kollegen oder sonntags mit dem Nachbarn Tennis spielen, das ist ihm auch heute noch wichtig. Oder dass ihm noch Zeit zum Lesen bleibt. Am Wochenende, wenn er den Stapel mit Tageszeitungen von der Woche liest. Oder im Urlaub, wenn er endlich dazu kommt die – heute so angesagten – düsteren Thriller der nordischen Autoren wie die von seinem Lieblingsschriftsteller Håkan Nesser oder von Kjell Ola Dahl zu lesen. In jedem Urlaub bringt er es auf drei bis vier dieser Schmöker und schätzt am meisten die Personenbeschreibungen. Das passt, betont er doch, dass auch die „Beratung ein People’s Business ist“.

Mit Menschen kann ein Rheinländer, der fröhlich ist wie er, eben gut. Und genießen: Die ersten Jahre im Job, besonders seine Zeit in Argentinien, genoss er sehr. Denn nach knapp eineinhalb Jahren als Berufsanfänger und seiner ersten Ära bei Booz Allen begann sein Intermezzo bei Reko International, dem Handelsunternehmen für Maschinenindustrieanlagen. Zwei Jahre lang baute er in Buenos Aires eine Niederlassung für Reko auf. Dazu war er gekommen, weil er schon im Studium Spanisch gelernt und ein halbes Jahr ein Praktikum in Argentinien absolviert hatte: „Ich kam mit zwei Koffern am Flughafen an. In einem waren meine Privatsachen und im anderen mein Büro“, erinnert er sich grinsend. Er fing bei null an. Doch dann brach das Geschäft 1993 zusammen, als Mexiko zahlungsunfähig wurde. „Ich stand vor der Wahl: durchzuhalten oder etwas anderes zu machen. Für immer Expat zu bleiben oder zurückzugehen“, erzählt Eikelmann.

Doch dann holte ihn Helmut Meier, Partner bei Booz Allen, zurück. Um dann, an Eikelmanns erstem Tag – es war der 16. September 1992 – im Auto nach Bonn zu fahren und auf der Fahrt festzustellen: „Wir beide hatten dieselbe Schule besucht und denselben Lateinlehrer gehabt.“ In Krefeld, natürlich. Meier wurde sein Mentor und sagt heute: „Ich bin stolz auf ihn.“ Die nächsten 13 Jahre war Eikelmann in Spanien und Portugal, um zurückzukommen nach Düsseldorf, ins Booz-Allen-Büro im Hafen. Und nach Meerbusch – nahe Krefeld. Dorthin, wo der dritte Chef einer der Top-Five-Beratungen, Christian Veith von Boston Consulting Group, geboren ist: keine 20 Kilometer von Krefeld entfernt, in Meerbusch.

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