Unter der Karosserie des windschnittigen Loremo steckt ein Zweizylinder-Turbodiesel, der sich im Schnitt mit 1,5 Litern Diesel begnügt. Foto: dpa
Das Design-Package erinnert an die populären Raumwunder-Mikrofahrzeuge der 50er Jahre: Es gibt keine Seitentüren, sondern zwei Tore, die hochgeklappt werden müssen, um einsteigen zu können – vorne wird das Lenkrad dabei mitgenommen, wie im BMW Isetta. Vier Passagiere sitzen „Dos-à-Dos“ – also Rücken an Rücken – wie schon im Zündapp Janus.
Fährt man zu zweit, so profitiert man von einem sehr großzügigen Kofferraum. Der kleine Zwei- beziehungsweise Drei-Zylinder-Motor sitzt – hoffentlich ganz ruhig – in der Mitte des Innenraums.
Die Linie des 3,84 Meter langen Fahrzeugs hat aber mit alten Volks-Wagen nichts zu tun und von Retro-Design gibt es beim neuen Loremo glücklicherweise keine Spur. Als Inspirationsquelle für die Form dienten freilich Pininfarinas strömungsgünstige Ferraris der 50er und 60er.
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Das Auto ist zwar klein, aber bis ins Detail ein echter Sportwagen. Die 50 PS-Version verspricht sogar eine Spitzengeschwindigkeit von rund 220 km/h, bei einem Verbrauch von nur 2,7 Liter Diesel auf 100 Kilometern.
Plötzlich erscheint diese Zweideutigkeit im Konzept interessant: doch kein Käfer, sondern eher ein Porsche. Wie im Ur-356, das was am Loremo fasziniert sind der asketisch-aerodynamische Look, der durchdachte, kompromisslose Minimalismus und die rationalistische Funktionalität.
Der Loremo LS ist ein dogmatisches Auto für einen intelligenten, mutigen Verbraucher, das es in Deutschland – oder sonst auf der Welt – jahrelang nicht mehr gegeben hat. Wird es Erfolg haben, falls es den Markt wie geplant in 2009 erreicht? Das Unternehmen gibt sich vorsichtig und will vorerst nur etwa 8000 bis 9000 Exemplare im Jahr absetzen. So wie es aussieht, will ich zumindest einen davon fahren.


