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16.04.2008 

In enger Zusammenarbeit mit Maserati entstand dann der "8C Competizione" - neulich als Spider aufgelegt. Eine rassige Sportlimousine im Stil des Porsche "Panamera" wird ebenfalls erwartet. Wozu aber die Anstrengung, wenn gleichzeitig ein Kleinwagen kommt, der mit dem Fiat "Grande Punto" praktisch baugleich ist? Die Strategie Sergio Marchionnes ist jedoch alles andere als verkehrt. Hier ein "8C" als Lockvogel, dort ein Kassenschlager im Kleinformat, der wunderbar gegen den "Mini" konkurrieren kann.

Absätze im sechsstelligen Bereich sind theoretisch möglich, wobei der Mutterkonzern mit einer viel besseren Marge rechnen kann als bei der Fiat-Version. Hinzu kommt der positive Imageeffekt, denn Kleinwagen mit niedrigen Verbrauchs- und Emissionswerten treffen auf den Wertewandel in der privaten Mobilität.

Schein- und Sein-Ansprüche sind in diesem Alfa gleich gut aufgehoben. Mit dem markentypischen Gesicht schafft sich der neue Alfa ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Der Rest des Wagens ist eine romantische Mischung aus Sportlichkeit und Vernunft, die gut gefallen wird.

Ziemlich banal ist lediglich der im Rahmen eines Publikumswettbewerbs gewählte Name. Die Entscheidung des Marketings fiel auf "Mi.To" - angeblich der Vorschlag eines deutschen Fans. Der vom Publikum favorisierte Vorschlag "Furiosa" wurde nicht übernommen. "Mi.To" gilt als Akronym für die Autobahnstrecke Milano-Torino - und symbolisiert die Verbindung zwischen Alfa Romeo (Mailand) und Fiat (Turin). Genau das, was Alfa-Fans seit Jahren zu ignorieren versuchen.


Paolo Tumminelli (paolo.t@goodbrands.de) ist Designprofessor an der Fachhochschule Köln und Geschäftsführer von Goodbrands.

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