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16.09.2008 
Immobilienmarkt in Ungarn und Kroatien

Käufer lieben die Nähe zum Wasser

von Karin Schütrumpf

Immobilien an der kroatischen Küste sind recht teuer. Das Nachbarland Ungarn punktet mit dem Plattensee. Winzer und Ferienlandwirte sollten mit einem Kauf hier aber noch etwas warten.

DÜSSELDORF. Gediegene alte Seebäder gibt es nicht nur an der Ostsee. Auch Opatija in Kroatien kann auf eine lange Tradition als Badeort zurückblicken. Doch wer hier seinen Zweitwohnsitz in einer der schmucken alten Villen mit Meerblick sucht, muss tief in die Tasche greifen und rund 7 000 Euro pro Quadratmeter ausgeben, wie Michael Grimm von der Maklerkette Engel und Völkers schildert. "Die richtig teuren Sachen kaufen die Russen", fügt er gleich hinzu.

Außerhalb des noblen Opatija geht es aber auch bedeutend günstiger. Grimms Erfahrung nach kaufen Deutsche eher Apartments und ältere Häuser für rund 2 000 Euro pro Quadratmeter. Deutsche und Österreicher sind nach Grimms Einschätzung etwa die drittstärkste Käufergruppe. Die größte Fraktion unter den Touristen an der istrischen Adria sind die Deutschen längst. Für das eigene Feriendomizil suchen sie nach Wohnungen mit mindestens zwei Schlafzimmern - und Meerblick natürlich.

Auf den ersten Blick überwiegt das Angebot die Nachfrage. Doch "die Preise sind nach dem Krieg schneller wieder gestiegen, als viele Käufer dachten", beobachtet Peter Schöllhorn von der Deutschen Schutzgemeinschaft Auslandsimmobilien. Überdies seien manche Häuser renovierungsbedürftig, und die Verkehrsinfrastruktur sei noch im Aufbau. Auch Makler Grimm rät Kaufinteressenten, den Bauzustand genau unter die Lupe zu nehmen, die Eigentumsrechte und die Übereinstimmung zwischen Gebäude und Baugenehmigung zu prüfen. "Für manche nachträglich ausgebaute Wohnung gibt es gar keine Wohnberechtigung", warnt Grimm.

Wer eines der wenigen wirklich guten Angebote gefunden hat, braucht dringend einen guten Anwalt. Der kümmert sich um den Kaufvertrag und holt die erforderliche Genehmigung beim Justizministerium ein. "Wenn der Anwalt alle zwei Wochen wieder dort anruft, geht es auch schnell mit der Genehmigung", sagt Grimm. Auch Schöllhorn meint, dass Käufer an der kroatischen Küste manchmal einen längeren Atem brauchen. Doch das schreckt die Interessenten nicht.

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