VDIK
Autoimporteure erwarteten massiven Markteinbruch

Die deutschen Autobauer haben in diesem Jahr heftig gelitten, dabei waren die Verkaufszahlen dank Abwrackprämie künstlich hochgepuscht. Nun zeichnet sich die logische Konsequenz auch in Zahlen immer mehr ab: 2010 wird es kräftig abwärts gehen. Das sagt auch der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) auf seiner heutigen Tagung.

HB FRANKFURT. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) in Deutschland stellt sich nach dem Auslaufen der Abwrackprämie für die kommenden Jahre auf niedrigere Verkäufe ein. „Den deutschen Markt sehe ich mittelfristig bei maximal drei Mio. Fahrzeugen“, sagte VDIK-Präsident Volker Lange am Donnerstag: „Das ist eine Obergrenze, auf die sich der Markt und der Handel einzurichten haben.“ 2008 - dem Jahr vor der Abwrackprämie - hatten die Autohersteller noch 3,1 Mio. Wagen an die Kunden gebracht, was aber bereits den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung darstellte.

„Nach der durch die Umweltprämie ausgelösten Absatzsteigerung in diesem Jahr werden sich die Neuzulassungen in den nächsten Jahren normalisieren“, sagte Lange. In diesem Jahr dürften die Neuzulassungen ausgelöst vom staatlichen Kaufanreiz auf über 3,8 Mio. Pkw steigen. Für 2010 sagt der Verband wegen der vorgezogenen Käufe ein Absinken der Nachfrage auf mindestens 2,8 Mio. Verkäufe voraus. „Wenn sich die wirtschaftliche Lage weiter stabilisiert, könnten wir sogar auf 2,9 Mio. kommen“, sagte Lange.

Die besonders in den unteren Fahrzeugsegmenten von den Kleinstwagen bis zur unteren Mittelklasse starken Hersteller aus Italien, Frankreich, Japan oder Südkorea hatten neben dem Branchenprimus Volkswagen überproportional von der Abwrackprämie profitiert. In diesem Jahr entfielen über 40 Prozent der Verkäufe in Deutschland auf ausländische Hersteller.

Mit ähnlichen Zuwachsraten sei künftig nicht mehr zu rechnen, meint Lange. „Wenn wir im härtesten Markt Europas 33 bis 36 Prozent Marktanteil erreichen, sind wir sehr erfolgreich.“ Der Verband der Autoimporteure VDIK vertritt 33 ausländische Automobil-Unternehmen in Deutschland, darunter auch vier Nutzfahrzeug-Produzenten. Zu den Mitgliedern gehören Fiat , Renault , Peugeot , Volvo, Kia, Hyundai , Toyota , Honda oder Subaru.

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