Versicherungen

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Chinesische Versicherung: PICC will Kapital mit neuen Aktien stärken

In China zählt der Versicherer PICC zu den Marktführern. Erst im November hatte das Unternehmen den Gang an die Börse gewagt – nun sammelt der Konzern erneut Geld bei den Anlegern ein.

In China ist PICC der unumstrittene Marktführer der Versicherungen. Quelle: Reuters
In China ist PICC der unumstrittene Marktführer der Versicherungen. Quelle: Reuters

HongkongDer chinesische Versicherer PICC will auf einem rasant wachsenden Markt sein Kapital stärken. Es sei geplant, 5,76 Milliarden Yuan (umgerechnet 720 Millionen Euro) durch die Ausgabe neuer Aktien einzunehmen, teilte der staatlich kontrollierte Marktführer der Volksrepublik am Dienstag mit. PICC, der erst im November den Sprung aufs Parkett gewagt hatte, bietet 930 Millionen A-Aktien in Shanghai für 4,30 Yuan an sowie 418 Millionen H-Anteilsscheine für 5,38 Hongkong Dollar an der Hongkonger Börse. Anker-Investoren wie die People's Insurance Group und der US-Branchenprimus AIG kündigten bereits an, ihre Bezugsrechte wahrzunehmen.

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Die PICC-Aktie ging mit einem Minus von 2,6 Prozent aus dem Handel.

Der Versicherungssektor in China wächst jährlich um zehn bis 15 Prozent und damit schneller als in jedem anderen Land. Neben PICC dominieren Ping An und die China Pacific Property Insurance den Markt. In Erwartung des künftigen Wachstums wolle PICC neue Aktien begeben, um die Kapitalbasis zu verbessern, begründete die Vizepräsidentin von Moody's, Sally Yim, das Vorgehen des Versicherers. Zudem stünden die Renditen durch den schärferen Wettbewerb unter Druck und ein Versicherer könne sich nicht darauf verlassen, künftig sein Kapital allein mit Gewinnen stärken zu können.

Der IPO-Markt liegt auch in Asien nahezu brach. Der Börsengang von PICC im vergangenen November war mit 2,4 Milliarden Euro die größte Neuemission des Jahres in Hongkong. Seither dümpelt das Geschäft, neues Leben soll nun der IPO von Sinopec Engineering, einer Tochter von Asiens führendem Raffineriekonzern Sinopec, bringen. Der Konzern will 2,2 Milliarden Dollar erlösen.

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