Versicherungen

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Debeka zur Bürgerversicherung: „Das sind Luftschlösser“

Der größte private Krankenversicherer, die Debeka, kämpft mit harten Bandagen gegen SPD, Grüne und Linke. Die Pläne zur Bürgerversicherung seien nur ideologische Werbung. Die Menschen würden in die Irre geführt.

Uwe Laue, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Debeka-Versicherungen. Quelle: dpa
Uwe Laue, Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Debeka-Versicherungen. Quelle: dpa

KoblenzWer stark ist, kann auch auftrumpfen. Der private Krankenversicherer Debeka fühlt sich stärker denn je – und lässt daher derzeit keine Gelegenheit aus, der Opposition in Berlin die Stirn zu bieten. Schließlich ist im Herbst eine Bundestagswahl. Und da zeichnet sich immer stärker ab, dass die Opposition mit einer Bürgerversicherung punkten möchte. Das Projekt könnte die private Krankenversicherung überflüssig machen.

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Ob das so kommt oder nicht, weiß keiner. Doch die Debatte wird immer heißer geführt und drängt die privaten Krankenversicherer und ihre neun Millionen Vollversicherten in die Ecke. Das passt dem stolzen Branchenführer – mit 1,8 Millionen vollversicherten Beamten sowie rund 400.000 Angestellten und Selbstständigen – ganz und gar nicht. Doch im Gegensatz zu vielen der gut 40 Konkurrenten, die mit jeder Menge Kritik überzogen werden, hat die Debeka ihre Hausaufgaben gemacht.

Debeka-Chef Laue "Die PKV muss versuchen, sauber zu bleiben"

Der größte private Krankenversicherer beklagt, dass Einzelfälle die ganze Branche in Misskredit bringen. Im Interview mit Handelsblatt Online beurteilt Debeka-Chef Uwe Laue die Überlebenschancen der PKV aber dennoch gut.

Debeka-Chef Laue: "Die PKV muss versuchen, sauber zu bleiben"

Die Gruppe wächst besser als viele andere. Der Krankenversicherer ist ein erklärter Gegner von Billigtarifen, die anderswo viele Probleme verursachten. Und die oft kritisierten Beitragserhöhungen mancher Konkurrenten sind bei dem Versicherungsverein aus Koblenz auch kein großes Thema. „Es gibt kein Beitragsproblem für die Personen über 60 Jahre“, lautet eine Kernbotschaft, die seit Jahren immer wieder hervorgehoben wird. Das ist allerdings von anderen ganz selten zu hören.

Wer beim Wechsel in die GKV hilft

  • Die Helfer

    Anwälte, Rentenberater oder Mitarbeiter von Krankenkassen kennen sich im Sozialrecht am besten aus, wenn Privatpatienten von der privaten Krankenversicherung (PKV) zurück in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) möchten. Auch Verbraucherschützer leisten Hilfestellung.

  • Anwalt.de

    Die Internetseite anwalt.de bietet eine Suche nach Anwälten für Sozialrecht

  • Anwaltsuche

    Auch die Internetseite Anwaltsuche liefert Spezialisten im Sozialrecht sowie weitere Informationen zum Thema

  • Anwaltsverein

    Im Deutschen Anwaltsverein gibt es eine Arbeitsgemeinschaft für Sozialrecht. Auch hier wird auf eine Online-Anwaltsuche verwiesen. Einen Anwalt finden Interessenten hier auch über das Telefon 01805-181805. Die Auskunft selbst ist kostenlos, das Telefonat kostet – aus dem Festnetz – 0,15 Euro pro Minute.

  • Anwalt-Suchservice

    Ein weiterer Dienst im Internet, um einen geeigneten Anwalt zu finden, ist der Anwalt-Suchservice

  • Ombudsmann

    Der Ombudsmann für Versicherungen ist eine unabhängige und für Verbraucher kostenfrei arbeitende Schlichtungsstelle, welche bei Meinungsverschiedenheit mit Versicherungsunternehmen die Entscheidungen der Versicherer neutral überprüft.

  • Bund der Versicherten

    Die Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten setzt sich für die Rechte der Verbraucher im Versicherungswesen ein.

  • Krankenkassen

    Für die Techniker Krankenkasse, die 7,8 Millionen gesetzlich Versicherte betreut, sind Beratungen für Wechselinteressenten inzwischen Routine. Für PKV-Kunden ist die Kasse in den letzten Jahren ein attraktives Ziel gewesen. Allein 2011 kam 68.000 Personen aus der PKV.

  • Verbraucherzentralen

    In den Verbraucherberatungsstellen tauche die Frage nach einer möglichen Rückkehr in die GKV zwar immer wieder auf, stellte Ilona Köster-Steinebach vom Bundesverband der Verbraucherzentralen jüngst fest. Gerade nach deutlichen Prämienerhöhungen wachse das Interesse an den gesetzlichen Kassen. Zu ihnen gebe es für Privatversicherte aber nur sehr begrenzten Zugang. Der Beratungsschwerpunkt liegt eher auf der Tarifwechselberatung innerhalb der PKV

     

Ihr Kostenbewusstsein und das stetige Wachstum geben der Debeka in der Branche einen Ausnahmestatus. Diesen nutzt das Unternehmen nun auch, um der Opposition politisch in die Suppe zu spucken.

So habe man in Koblenz mit den neuen Unisex-Tarifen eine "neue Welt der PKV" geschaffen, heißt es stolz. Die Vollversicherung sei deutlich besser geworden, und Forderungen der Verbraucherschützer seien abgearbeitet worden. Debeka-Chef  Uwe Laue erklärt daher selbstbewusst: "Von Beitragsexplosionen kann bei der Debeka keine Rede sein.“ Notwendige Anpassungen bewegten sich in einem Rahmen, der von den Mitgliedern akzeptiert werde. „Wir haben die Beitragsproblematik im Alter gelöst.“

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Nicht nur das. Auch die Kritik an zweifelhaften Verkaufsmethoden prallt an dem Versicherungsverein ab. Ein Grund: Debeka arbeitet im Gegensatz zu vielen Konkurrenten mit einem angestellten Außendienst – insgesamt rund 9000 Personen. Laue verspricht daher: „Bei uns gibt es keine Provisionsexzesse, weil wir kostengünstig kalkulieren und arbeiten. Billigtarife mit niedrigen Leistungen hatten wir nie im Angebot.“

Oft werfen Kritiker der Branche auch vor, sie nehme ja nur die besten Kunden, betreibe also Rosinenpickerei bei der Aufnahme von Versicherten. Auch das sei die Debeka angegangen. „Wir verweigern keinem Angestellten, der sich erstmals bei der Debeka versichern kann, die Aufnahme.“ Noch ist das ungewöhnlich in der PKV.

  • 28.05.2013, 10:50 UhrPetersilie77

    Achja der Herr Laue,

    der geht ja so hervorragend mit seinen Beschätigten im Aussendienst um.. Wer sich dafür interessiert sollte mal arbeiten debeka googeln..
    -Ein Fall für die Presse- munkelt man.

  • 28.05.2013, 10:42 UhrPetersilie77

    Also PKV Unternehmen die in der Vergangenheit mal eben eine Beitragsanpassung von 30% und mehr vorgenommen habe gibt es aber auch!

    Sogar die heilige Debeka hat schon im Tarif PN eine Beitragsanpassungen von 17% vorgenommen.

    Mal eben so, von einem Monat auf den nächsten!

    Außerdem ist die PKV doch etwas unsozial was die Familien angeht. Somit leistet Sie nicht.:
    -Mutterschutz
    -Beitragsfrei Versicherung der Mama während der Elternzeit
    -Beitragsfreie Mitversicherung der Kinder ohne eigenes Einkommen ezc.
    Sind wir jetzt ein Sozialstaat oder nicht?

  • 25.05.2013, 15:17 UhrBuergerversicherungneindanke

    Hallo kleine Beamtin,
    ich kann den Vorrednern nur zustimmen. Sie jammern wirklich auf sehr hohem Niveau, sorry. Ich bin seit Jahren sehr zufrieden bei der Debeka vollversichert und habe keine Erstattungsprobleme. Ich wünsche Ihnen viel Spass in der Bürgerversicherung, wo Sie mit Sicherheit mehr bezahlen werden und deutlich schlechter gestellt sind als jetzt. In der der GKV haben Sie ebenfalls ein definitiv schlechteres Leistungsniveau. Wo bitte ist das Problem mal ein paar Formulare auszufüllen und mir aber dafür die Behandlungsmethoden aussuchen zu können, wo man in der GKV selbst zahlen muss. Sorry aber kein Verständnis.

    Gruß Claudia Engel

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