
AmsterdamDer weltgrößte Farbenhersteller AkzoNobel bittet nach einem Verlust im Schlussquartal seine Kunden für die gestiegenen Rohstoffpreise zur Kasse. „Angesichts einer unerwarteten Inflation bei den Rohstoffpreisen und eines schwächeren weltwirtschaftlichen Umfelds war 2011 ein herausforderndes Jahr“, erklärte Firmenchef Hans Wijers am Donnerstag.
Im letzten Vierteljahr 2011 schrieb das das niederländische Unternehmen einen Nettoverlust von 62 Millionen Euro. Der Umsatz fiel um fünf Prozent auf 3,79 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) fiel um 20
Prozent auf 301 Millionen Euro und damit stärker als von Analysten erwartet. AkzoNobel sagte eine weitere Verteuerung des Farbpigments Titan-Dioxid voraus, die an die Kunden weitergeben werden solle.
Die Geschäftsaussichten für das laufende Jahr beurteilt das Management gedämpft. In Europa drohe eine Rezession, die US-Konjunktur werde womöglich nur stotternd anspringen, in China könne es zu einer wirtschaftlichen Abkühlung kommen. An der Amsterdamer Börse verlor die Akzo-Aktie 1,8 Prozent an Wert.