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Fehlberatung: Bund der Versicherten: „Ergo fügt sich“

Die Versicherungsgruppe hat in einem Streit um eine Fehlberatung einer Rentnerin eingelenkt und will die Beiträge erstatten.

Die Ergo-Zentrale in Düsseldorf. Quelle: dapd
Die Ergo-Zentrale in Düsseldorf. Quelle: dapd

Die Ergo lenkt im Streit um eine zweifelhafte Beratung einer Rentnerin ein. Der Versicherer habe den Vertrag über eine Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr aufgehoben und die Beiträge zurückgezahlt, teilte der Bund der Versicherten (BdV) mit. „Ergo fügt sich“, kommentierte die Verbraucherschutzorganisation dies.

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Die 79 Jahre alte Frau wollte ihr Pflegerisiko absichern. Stattdessen verkaufte ein Ergo-Vertreter ihr eine Unfallversicherung mit Beitragsrückzahlung. Hartmuth Wrocklage, BdV-Vorstandsvorsitzender kritisierte dies: „Provisionsgier und falsche Beratung des Vertreters dürfen nicht zu Lasten der Kundin gehen.“

Die Police habe nicht dem Bedarf der Frau entsprochen, erklärten die Verbraucherschützer.  Denn sie verfügte bereits über weitere Unfallversicherungen. Zudem wäre sie am Ende der Auszahlungen 95 Jahre alt gewesen. Wrocklage: „Eine bedarfsgerechte Beratung ist für den optimalen Versicherungsschutz der Verbraucher unerlässlich. Ich appelliere an die Versicherer, ihre Vertreter zu mehr Verantwortungsbewusstsein anzuhalten.“

Die Zeitung „Welt“ berichtete unterdessen über weitere zweifelhafte Verkaufsmethoden der Ergo im Zusammenhang mit überflüssigen Unfallversicherungen. Nach Informationen der „Welt"“ seien die Vertreter im ersten Halbjahr 2010 in Schulungen ausdrücklich dazu angehalten worden, zu  „Umdeckungen“ in Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr zu raten.

Daraufhin seien Lebensversicherungskunden über Monate systematisch angesprochen worden, berichteten mehrere frühere Ergo-Verkäufer der Zeitung. Solche Umdeckungen seien für die Mehrzahl der Kunden ein Verlustgeschäft, versprechen den Vertriebsleuten aber zusätzliche Provisionen. Das monieren auch Verbraucherschützer.

Ein Konzernsprecher der Ergo bestätigte der „Welt“ zufolge, dass es auch bei der Hamburg-Mannheimer zu Umdeckungen kam. Ergo habe jedoch restriktive Vorgaben für solche Geschäfte gemacht. Bislang hatte der Versicherer nur eingeräumt, dass es solche Fälle bei der Konzerntochter Victoria gegeben habe, und zwar in einem relativ kurzen Zeitraum im Sommer 2009.  

  • 29.06.2011, 15:09 UhrAnonymer Benutzer: Bauer16

    Das sog. "Umdeckunen" ist ein viel zu positiver Begriff für das, was da tatsächlich passiert. Denn davon profitieren beileibe nicht nur die Vertreter, die jetzt als Sündenbock darstehen sollen. Für die Lebensversicherung selbst (!) ist der Vorgang einträglich. Schließlich gehören vorzeitig abgebrochene Versicherungsverträge zu deren wesentlichen Ertragsquellen. Und seit 2009/10 haben viele Lebensversicherer zudem große Probleme, am Kapitalmarkt die Mindestverzinsung von Altverträgen mit einer Garantieverzinsung von 4% sicherzustellen. Die laufende Verzinsung liegt häufig deutlich darunter. Klar ist es dann verlockend, auf die Versicherten zuzugehen und zu "einer" Umdeckung auf eine Unfallversicherung zu raten. So müssen für diese Kunden schon mal keine garantierten Erträge mehr erwirtschaftet werden. Bei 4.000 Kunden mit einem angenommen, aufgelaufenen Sparanteil von 100.000EUR sind das bei 4% Garantiezins immerhin voll ergebniswirksame Zinserträge von 16.000.000 EUR p.a., die wegfallen.

  • 28.06.2011, 21:30 Uhrpeterseitz

    Allianz hat auch Dreck am Stecken!
    Ja, die großen deutschen Versicherungskonzerne sind alle gleich. Die Allianz hat zu Dresdner Bankzeiten von ihren Vertretern verlangt, so viele neue Bankkonten, wie nur möglich, zu eröffnen. Dies ging sogar soweit, dass Führungskräfte zum Vormachen auf Altenheime losgegangen sind.
    In einem bestimmten Fall wurden dann den armen, alten, vielleicht dementen Leuten ein Bankkonto mit einer total unnützen Bank-Card, mit der man beim Tanken Rabatt erhielt, aufgeschwatzt. Obwohl die mit einer Bank-Card gar nichts mehr anfangen konnten und nicht mehr Auto fuhren. Wichtig war den Führungskräften, hier ein Vertriebsbereichsleiter, dass er möglichst viele Konten eröffnen konnte und so den Vorgaben von Konzernchef Diekmann entsprach. Der Innendienst der Dresdner Bank brach bei den vielen Kontoeröffnungen total zusammen. Die Führungskräfte zahlten dann noch die 5,--€ Kontoeröffnungsgebühr ein und schon war das Konto am Laufen. Die 5.--€ für die Kontoeröffnung erhielten sie dann später aus den erreichten Geschäftsplänen zurück vergütet.
    Wie viele von den Konten noch bestehen kann man nur erahnen. Wieder mal ein Mittel um die Dresdner Bank maroder zu machen und die ehrgeizigen Pläne eines Allianz Vorstands-vorsitzenden zu verwirklichen. Die Vorgabe1-2-3 ist nicht aufgegangen, die Dresdner Bank gibt es nicht mehr.

  • 28.06.2011, 21:24 Uhrpeterseitz

    Allianz hat auch Dreck am Stecken!
    Ja, die großen deutschen Versicherungskonzerne sind alle gleich. Die Allianz hat zu Dresdner Bankzeiten von ihren Vertretern verlangt, so viele neue Bankkonten, wie nur möglich, zu eröffnen. Dies ging sogar soweit, dass Führungskräfte zum Vormachen auf Altenheime losgegangen sind.
    In einem bestimmten Fall wurden dann den armen, alten, vielleicht dementen Leuten ein Bankkonto mit einer total unnützen Bank-Card, mit der man beim Tanken Rabatt erhielt, aufgeschwatzt. Obwohl die mit einer Bank-Card gar nichts mehr anfangen konnten und nicht mehr Auto fuhren. Wichtig war den Führungskräften, hier ein Vertriebsbereichsleiter, dass er möglichst viele Konten eröffnen konnte und so den Vorgaben von Konzernchef Diekmann entsprach. Der Innendienst der Dresdner Bank brach bei den vielen Kontoeröffnungen total zusammen. Die Führungskräfte zahlten dann noch die 5,--€ Kontoeröffnungsgebühr selbst ein und schon war das Konto am Laufen. Die 5.--€ für die Kontoeröffnung erhielten sie dann später aus den erreichten Geschäftsplänen zurück vergütet
    Wie viele von den Konten noch bestehen kann man nur erahnen. Wieder mal ein Mittel um die Dresdner Bank maroder zu machen und die ehrgeizigen Pläne eines Allianz Vorstands-vorsitzenden zu verwirklichen. Die Vorgabe1-2-3 ist nicht aufgegangen, die Dresdner Bank gibt es nicht mehr.

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