Versicherungen

_

Hurrikan: Swiss Re zahlt für „Sandy“ fast eine Milliarde Dollar

Mit rund 900 Millionen Dollar wird der Wirbelsturm den Versicherer belasten, schätzen die Schweizer. Insgesamt könnte „Sandy“ der zweitteuerste Hurrikan seit über dreißig Jahren werden – und damit „Katrina“ überholen.

Ein von Hurrikan „Sandy“ demoliertes Haus in New Jersey. Quelle: Reuters
Ein von Hurrikan „Sandy“ demoliertes Haus in New Jersey. Quelle: Reuters

ZürichHurrikan „Sandy“ könnte für die Versicherungsbranche teurer werden als angenommen. Der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re schätzte die Schadenbelastung für die Branche am Montag auf 20 bis 25 Milliarden Dollar.

Anzeige

Die Schweizer selbst rechnen damit, dass der Sturm, der Ende Oktober an der Ostküste der USA wütete, sie etwa 900 Millionen Dollar vor Steuern kostet. Gleichzeitig warnte der zweitgrößte Branchenvertreter, dass die Schätzungen angesichts der komplexen Schadenermittlung - vor allem bei Betriebsunterbrechungen - mit größerer Unsicherheit als üblich behaftet sei.

US-Baumarktkette „Sandy“ kurbelt Geschäfte von Lowe's an

Grundsätzlich laufen die Geschäfte für die Baumarktkette aber nicht sonderlich glänzend.

Branchenprimus Münchener Rück hatte seine Belastung durch „Sandy“ auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag geschätzt. Experten für Schadenschätzungen waren bisher von bis zu 20 Milliarden Dollar versichertem Schaden ausgegangen. Die Behörden gehen davon aus, dass der Wirbelsturm allein im US-Bundesstaat New Jersey mindestens 29,4 Milliarden Dollar an Schäden verursacht hat.

„Sandy“ droht damit zum zweitteuersten Hurrikan seit 1980 zu werden. Der bisher kostspieligste war „Katrina“, der im Jahr 2005 die US-Südstaatenmetropole New Orleans verwüstete. Damals musste die Versicherungsbranche für 62,2 Milliarden Dollar geradestehen.

Expertenschätzung Schäden durch „Sandy“ in Milliardenhöhe

Wirbelsturm „Sandy“ ist womöglich der drittschlimmste Hurrikan in der US-Geschichte. Die Versicherungsschäden könnten sich auf 15 Milliarden Dollar belaufen. Für die gesamte Wirtschaft dürfte es noch teurer werden.

Die Aktien der Swiss Re reagierten auf die Neuigkeit mit einem Kursabschlag von 0,5 Prozent auf 66,40 Franken. Die europäischen Versicherungswerte waren knapp behauptet und die Aktien der Münchener Rück sanken in Frankfurt leicht. „Das ist mehr oder weniger In-Line mit dem, was man erwartet hat“, sagte ein Börsenhändler.

 

  • Die aktuellen Top-Themen
Einzelhandel: Schöner die Kassen nie klingeln

Schöner die Kassen nie klingeln

Weihnachtszeit ist die schönste Zeit - zumindest für den Handel. Die Deutschen werden die Unternehmen nach den neuesten Prognosen auch in diesem Jahr nicht enttäuschen. Nur eine Gruppe wird meistens nicht beschenkt.

Laut Medienbericht: Eon verkauft Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden Euro

Eon verkauft Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden Euro

Der Energiekonzern Eon soll laut Medienbericht sein Spanien-Geschäft für 2,5 Milliarden Euro verkaufen. Am Freitag wird der Aufsichtsrat darüber entscheiden. Vorstandschef Teyssen will sich nun aufmachen in neue Gefilde.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläumsfestivitäten – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen  in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer