
DüsseldorfDie DAK festigt ihre Position als drittgrößte deutsche Krankenkasse. Zum ersten Januar fusioniert das Institut mit der Betriebskrankenkasse BKK Gesundheit. Das sagte DAK-Vorstandsvorsitzender Herbert Rebscher dem Handelsblatt. Die neue DAK-Gesundheit wird dann 6,6 Millionen Versicherte haben. Eine Million davon kommen von der BKK Gesundheit.
"Es ist vollbracht", kommentierte Rebscher die Fusion. Heute habe der Verwaltungsrat der DAK dem Vorhaben zugestimmt. In der vergangenen Woche hatten bereits die Gremien der BKK Gesundheit die Großfusion abgesegnet.
Damit gelingt die Fusion im zweiten Anlauf. Beide Krankenkassen sind finanziell angeschlagen und erheben deshalb von ihren Mitgliedern bereits seit eineinhalb Jahren Zusatzbeiträge. Von einer Fusion erhoffen sich die beiden Institute Synergieeffekte und Kosteneinsparungen. Die DAK ist bundesweit durch Geschäftsstellen flächendeckend vertreten, die BKK Gesundheit dagegen nicht. Das DAK-Netz werde nun durch eine Million neue Versicherte besser ausgelastet. "Daraus entstehen erhebliche Synergieeffekte", sagte Rebscher.
Die Barmer GEK ist die größte Krankenkasse Deutschlands. Sie wurde am 01.Januar 2010 gegründet und unterhält laut eigenen Angaben rund 800 Geschäftsstellen bundesweit. 8,6 Millionen Deutsche sind bei ihr versichert.
Die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands ist die Techniker Krankenkasse (TK) mit 7,9 Millionen Versicherten. Allein im vergangenen Jahr ist die TK um 339.000 Versicherte gewachsen. Allerdings zahlen nur und 5,6 Millionen Mitglieder tatsächlich Beiträge.
Auf Platz drei der größten deutschen Krankenkassen ist ab sofort mit 6,6 Millionen Versicherten die DAK Gesundheit - der Zusammenschluss aus BKK Gesundheit und DAK. Laut eigenen Angaben ist die DAK die Krankenkasse Deutschlands, deren Wurzeln am weitesten zurückzuverfolgen sind - bis zum Jahr 1774.
In der Rangfolge hinter der neuen DAK Gesundheit liegt die AOK Bayern mit 4,3 Millionen Mitgliedern. In Bayern hat die Krankenkasse einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt 10.000 Mitarbeiter in dem Freistaat.
An der fünften Stelle der größten Krankenkassen Deutschlands steht die AOK Baden-Württemberg. Derzeit sind 3,8 Millionen Menschen bei ihr versichert.
Auf dem sechsten Platz der größten deutschen Krankenkassen befindet sich ein ebenfalls erst kürzlich fusioniertes Unternehmen: Die IKK Classic. Sie ist Anfang August aus der IKK Classic und der Vereinigten IKK entstanden. Zusammen haben sie 3,6 Millionen Mitglieder.
Die AOK Rheinland/Hamburg hat 2,9 Millionen Mitglieder. Im Rheinland und in Hamburg ist sie damit die größte Krankenversicherung. Das Unternehmen betreibt mehr als 100 Geschäftsstellen.
Die AOK Nordwest belegt mit 2,7 Millionen Versicherten den siebten Platz unter Deutschlands größten Krankenkassen. Das Unternehmen beschäftigt 7.600 Mitarbeiter.
Mit 2,7 Millionen Versicherten ist die AOK Plus die größte Krankenkasse in Sachsen und Thüringen. Deutschlandweit rangiert sie an achter Stelle.
Auch in Niedersachsen hat die AOK die Nase vorn. Ingesamt hat die AOK Niedersachsen 2,4 Millionen Mitglieder - das macht den neunten Platz deutschlandweit.
Die beiden Krankenkassen hatten bereits vor rund einem Jahr Fusionsverhandlungen aufgenommen, aber nur drei Wochen nach Veröffentlichung der Pläne waren die Gespräche schon wieder beendet worden. Die DAK teilte damals mit, man sehe "keine tragfähige Basis für den Zusammenschluss", bei der BKK Gesundheit hieß es, man wolle derzeit doch lieber eigenständig bleiben.
DAK-Chef Rebscher sagte: "Es fusionieren zwei, die auf einem guten Weg sind." Die DAK rechne in diesem Jahr mit einem Überschuss von 300 Millionen Euro. "Wir stabilisieren damit die Rolle als drittgrößte Krankenkasse", sagte Rebscher. Wichtig sei es, eine kritische Größe von etwa fünf Millionen Versicherten zu haben, um Versichertenbetreuung, Versorgungs- sowie Vertragsmanagement umfassend zu gewährleisten.
Die Fusion sei auch deshalb richtungsweisend, weil die DAK nun ein stärkeres Standbein in Betrieben habe. "Die betriebliche Orientierung wird zunehmend wichtiger", sagte Rebscher. Die neue Kasse sei nun bei zehn großen Betrieben verankert. Für weitere Fusionen zeigte er sich offen: "Wir sind ein attraktiver Partner in der Welt der Betriebskrankenkassen."
Lieber Leser,
6,6 Millionen Versicherte hat die neue DAK-Gesundheit - so wie es anfangs erwähnt ist. Die Zahl der Mitglieder ist naturgemäß niedriger, da ja auch Familienangehörige in Krankenkassen mitversichert sind, diese beträgt 5,1 Millionen, wie berichtet. Die Zahl von sechs Millionen Millionen Versicherten am Ende gibt einen älteren DAK-Stand wider, bezogen auf die Hintergrundinformation in diesem Zusammenhang ist das richtig, inzwischen hat die DAK aber viele Mitglieder verloren.
Mit besten Grüßen
Thomas Schmitt
Die besseren Leistungen sind auch deutlich teurer.
Gibt es keinen Nachschub an Versicherten, steigt der
Beitrag rasant an. Das erjkenne sie jetzt grade, deshalb sind die für die Grundversorgung, stimmts´s?
Hallo,
Beiträge in Prozentpunkte vom Einkommen ist allerdings die einzige Möglichkeit niemanden zu über- oder zu unterfordern.
Weiter ist es eine Tatsache, dass ausschließlich die ges. Kassen mit ihren monatluchen Beitragszahlungen die Strukturen der medizinischen Versorgung erst gewährleisten (der Pflichtversicherte bezahlt auch ohne Arztbesuch).
Die gesamten sog. beitragsfremden Leistungen der ges. Kassen werden nur zum Teil erstattet, der Rest trägt letztlich nur der Pflichtversicherte.
Der letzte Klops war die Honorarsteigerungen der Ärzte den ges. Kassen "auf's Auge zu drücken". Dabei war nicht eine Honorarsteigerung erforderlich, sondern eine gerechtere Verteilung - und dafür sind die kassenärztliche Vereinigungen zuständig.
Auch hier zahlt ja nur der Pflichtversicherte.
Eine persöliche Anmerkung:
Als gut eingestellter Diabetiker waren früher jährliche Kontrollen vorgegeben. Nun sind es Kontrollen je Quartal - also ein vervierfachung der Kosten ohne Sinn.
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