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Krankenkassen: Zusatzbeiträge vor dem Aus

Auch die letzten Krankenkassen wollen ihren Zusatzbeitrag 2012 wohl abschaffen. Nach dem Willen der Barmer GEK, der größten gesetzlichen Krankenkasse, sollen die Kassen ihre Beiträge wieder selbst erheben können.

Eine Filiale der Krankenkasse Barmer GEK in Hamburg. Quelle: dpa
Eine Filiale der Krankenkasse Barmer GEK in Hamburg. Quelle: dpa

Die BKK advita und die BKK Phoenix wollen den Zusatzbeitrag im zweiten Quartal 2012 streichen, wie die "Nürnberger Nachrichten" am Freitag berichteten. Auch bei der BKK Hoesch und der BKK Publik stehe dies zur Diskussion.

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Bei der BKK Phoenix gebe es bereits eine Beschlussvorlage, den Zusatzbeitrag zum 1. April abzuschaffen, sagte ein Sprecher dem Blatt. Für die Mitglieder der BKK advita wird es nach Informationen der Zeitung ab dem zweiten Quartal ebenfalls günstiger.

Bei der BKK Hoesch, die bisher 15 Euro pro Monat zusätzlich verlangt, solle bald entschieden werden, ob die Pauschale erheblich verringert oder ganz abgeschafft wird. Bei der BKK Publik hieß es, es solle frühestens zum Jahresende entschieden werden.

Zuvor hatten bereits die DAK und die BKK Gesundheit angekündigt, nach ihrer Fusion zum Beginn nächsten Jahres den Zusatzbeitrag von acht Euro ab April zu streichen. Auch die KKH Allianz und die Deutsche BKK wollen den Beitrag nicht mehr erheben. Die gesetzlichen Kassen können einen pauschalen Zusatzbeitrag erheben, wenn sie mit dem Geld aus dem Gesundheitsfonds nicht auskommen. Den Beitrag müssen die Versicherten aus eigener Tasche zahlen. Kassen, die einen Zusatzbeitrag eingeführt hatten, hatten teils erheblich Mitglieder verloren.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) rechnet allerdings damit, dass der Beitrag nach dem Wahljahr 2013 wieder eingeführt wird. Auf die Kassen kämen «erhebliche Mehrkosten» zu, sagte VZBV-Gesundheitsexpertin Ilona Köster-Steinbach der Zeitung. So solle die Unterversorgung auf dem Land bekämpft werden, indem junge Mediziner mit mehr Geld aufs Land gelockt
werden.

Die Finanzlage der Kassen hatte sich zuletzt wegen der guten Konjunktur und Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben deutlich verbessert. In den ersten neun Monate dieses Jahres erzielten sie einen Überschuss von rund 3,9 Milliarden Euro.

Nach dem Willen von Deutschlands größter gesetzlicher Krankenkasse, der Barmer GEK, sollen die Kassen ihre Beiträge wieder selbst erheben können. "Wir wollen mehr Autonomie über unsere Finanzen, um mehr in neue Versorgungsmodelle, in Forschung und Entwicklung zu investieren", sagte Vorstandschef Christoph Straub dem "Hamburger Abendblatt" vom Freitag. Derzeit gilt bundesweit ein einheitlicher Beitragssatz von 15,5 Prozent des Bruttogehalts. Zugleich warnte Straub davor, wegen des Milliardenüberschusses im Gesundheitsfonds nun die Kassenbeiträge zu senken. Die Arzneimittel- und Krankenhausausgaben zögen wieder an.

  • 13.12.2011, 15:36 UhrAnonymer Benutzer: SteuerKlasseEins

    "...bundesweit ein einheitlicher Beitragssatz von 15,5 Prozent des Bruttogehalts..."

    Mehr muss man nicht wissen. 15,5% des Bruttogehalts, das sind bis zu 30% des Nettogehalts!! Diese 30% fehlen dann an allen Ecken und Enden im Geldbeutel, man hat kein Geld um Urlaub zu machen, kein Geld um die immer höher werdende Strom- und Gasrechnung zu bezahlen, kein Geld um das Leben auch nur ansatzweise zu geniessen. Und warum? Weil unsere Politiker Sozialisten sind die wirklich glauben, 30% des Nettogehalts NUR für die "Gesundheit" sind gut ausgegebenes Geld. Kleiner Tip für den Obersozialisten Schäuble und seine Kollegen: Gesundheit gibt es auf dem freien Markt billiger, viel, viel billiger!!

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