
DüsseldorfDer Ergo-Vorstandsvorsitzende Torsten Oletzky muss seine Einzelfall-Theorie zur Budapest-Affäre überdenken. 2011 wurde bekannt, dass die besten freien Handelsvertreter der Ergo-Tochter Hamburg-Mannheimer 2007 auf Kosten des Konzerns eine Lust-Reise nach Budapest unternahmen, dort wurden auch Prostituierte engagiert.
Als die Reise öffentlich wurde, gab sich Oletzky entsetzt, fand aber in all der Aufregung um sexhungrige Vertreter und die Belohnungspraxis der Versicherung einen Lichtblick. Der Mann, der seine Karriere bei Ergo im Jahr 2000 bei der Hamburg-Mannheimer begann, sagte der „Bild“-Zeitung am 10. Juni 2011: „Wir haben mit der Revision fast jeden Stein umgedreht und dabei nichts gefunden, was in Art oder Umfang mit der Budapest-Reise vergleichbar gewesen wäre.“
Doch nur sechs Tage nach seiner Aussage stellte die Revision der Ergo zwei neue Berichte fertig, acht Tage später einen dritten. Auf insgesamt zwölf Seiten halten die Revisoren fest: Lust-Reisen gab es sowohl vor als auch nach der Sex-Party in der Gellert-Therme. Die Budapest-Orgie war zwar in ihrem Umfang einmalig, doch die Art der Reise war keineswegs außergewöhnlich. Die Berichte zeigen Sex-Reisen als gängiges Belohnungsinstrument.
Im September 2005 fuhren die leistungsstärksten Versicherungsvertreter der Hamburg-Mannheimer nach Mallorca.
Die Top-Five-Clubreise nach Mallorca (kleine Clubreise) hat in der Zeit vom 12.09. - 15.09.2005 stattgefunden und wurde von Herrn Lange in seiner Funktion als Leiter der HMI-Vertriebsorganisation begleitet.
Insgesamt werden angabegemäß je Jahr eine „große“ und zwei „kleine“ Top-Five-Clubreisen in Eigenregie von der Vertriebsdirektion HMI (VDHMI) organisiert, durchgeführt und über eigene Kostenstellen abgewickelt.
Die Top-Five-Clubreise mit 21 Teilnehmern kostete 55.992,98 Euro. In der Nacht vor dem Abflug führte Vertriebschef Kai Lange seine besten Männer dann in einen ganz besonderen Club. Ein Teilnehmer gab an:
Als sie den Club betreten hätten, seien er und andere überrascht gewesen, weil im Tresenbereich leicht bekleidete „Mädels“ gestanden hätten. Einige, zu denen er gehörte, seien dann ca. nach einer Stunde zurückgefahren, andere seien dort geblieben.
Diejenigen, die blieben, hatten offenbar großen Hunger und Durst. Wieder daheim, reichte der Vertriebschef für diesen Abend eine Rechnung über 2428 Euro für „Speisen und Getränke“ ein.
Aufgrund der vorliegenden Information ist es aus Sicht von REV (Revision) wahrscheinlich, dass mit den beiden von Herrn Lange eingereichten Bewirtungsbelegen über gesamt 2428 Euro Aufwendungen für einen Nachtclub/Bordellbesuch finanziert wurden.
Der Bericht der Konzernrevision zeigt, wie locker käuflicher Sex abgerechnet wurde. Und er dokumentiert entweder ein Versagen oder eine stillschweigende Zustimmung der Zentrale. Die Rechnung wurde erstattet für ein Lokal, das es nicht gab, und einen Tag, an dem die Vertreter schon auf der Rückreise waren.
Auf beiden Belegen ist im Kopf der Name „Mexxaton“ vermerkt, bei dem es sich anscheinend um die Lokalität handeln soll, von der sie ausgestellt wurden. Auf dem Beleg über € 1508 ist zusätzlich das Datum „15.09.05“ vermerkt, während der andere kein Datum trägt. Weitere Angaben z.B. zum Aussteller befinden sich nicht darauf.
Eine Lokalität mit dem Namen „Mexxaton“ auf Mallorca haben wir weder bei unseren Internetrecherchen gefunden noch war sie der vor Ort vertrauten Reiseagentur bzw. dem Hotel oder Reiseteilnehmern bekannt.
Das Datum auf dem Beleg über € 1508 wäre allenfalls plausibel, wenn die Rechnung in den frühen Morgenstunden ausgestellt wurde, da am 15.09.05 der Abreisetag war.
Sechs Jahre später, als die Revision die dringende Aufgabe hatte, in dem Vertrieb nach dem Rechten zu sehen, taten sich die Ermittler schwer.

Nun ja, die Versicherer Hamburg-Mannheimer und HMi sowie Victoria (allesamt zur ERGO-Gruppe gehörend) waren ja schon immer suspekt und erst recht der zugehörige Personenkreis.
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Über die DKV (ebenso zugehörig) gäbe es eine Menge zu berichten.... aber das erspae ich mir in desem Fall.
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Vielleicht wären noch die PuFFgänger 2011 von WÜstenFuchs erwähnenswert... (ist aber eine andere Baustelle) wenn auch ein ähnlicher Vorfall... "Die Vertreter fanden sich plötzlich im PuFF wieder..." so die Presseüberschrift...
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Ich sage nur: immer wieder das selbe Vertreterklientel im Rotlichtbezirk... ob die dort auch geschäftlich involviert sind, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.
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KUNDEN die sich solche Vertreter suchen, besitzen vermutlich keine Ahnung oder eine bestimmte Affinität für Rotlicht und Gleitmittel...

Und ich dachte immer ERGO damit gemeint Hamburg-MampFheimer und HMi wären Versicherer...
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Jetzt stellt sich heraus, die Jungs trainieren für ein ganz anderes Gewerbe auf und um dem Balkan...
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Ob sich diese Geschäftsfelder für ERGO lohnen? - also ich weiss nicht...

Also ich würde im Namen dr Versichertengemeinschaft darauf drängen, den erlauchten Kreis der EINHUNDERTBESTEN VERTRERT der Hamburg Mannheimer - HMi namenltich zu nennen, so dass die Kunden auch einen Rückschluss ziehen können und nicht erst wenn sie das Vertreterbüro besuchen und an der Wand die Auszeichnung fürs Freiluftbordell sehen können... Immerhin sind Vertreter auf derlei SchnickSchnack ja anscheinen stolz... so soll Ihr Name auch zur Geltung kommen und die Kunden - neben den Ehefrauen und Partnerinnen - können den Erfolg gebührend Zoll bieten :-)
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EINE STARKE MANNSCHAFT
die von bezahlten Huren
ehrenhaft bedient wurde...
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HAMBURG MANNHEIMER - HMi
"wir" waren "das"...
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