Versicherungen

Diskussion: Kommentare zu: Finanzpolster der Krankenkassen wächst weiter

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Community Richtlinien sowie unsere Netiquette.
  • 05.09.2012, 11:39 UhrRDA

    Wie wäre es mit einer Ausweitung des Leistungskataloges? Insbesondere die Pflegeversicherung hätte da noch erheblichen Bedarf. Mein Vorschlag: Angleichung mit den Beihilfevorschriften für Bundesbeamte!

  • 05.09.2012, 11:46 Uhrihr

    Das resultat kann nur sein: Abschaffung Praxisgebühr, Einschränkung Zuzahlung. Die Versicherten zahlen mächtig zu! Sie müssen vieles selbst zahlen.
    Und erst dann Absenkung Kassenbeiträge.

    • 05.09.2012, 11:58 Uhrherbert

      Ihr Vorschlag ist so vernünftig, dass er mit absoluter
      Sicherheit nicht verwirklicht wird.Politiker ticken anders als vernünftige Menschen; weiss der Henker warum !!

    • 05.09.2012, 17:08 Uhrmargrit117888

      ihr
      genau das wäre der richtige Weg.
      Praxisgebühr einstampfen und die hohnen Rezept-Zuzahlungen weg oder wie bei Krankengymnastik minimieren.

  • 05.09.2012, 12:02 Uhrbuerger76

    Die Krankenkassen bekommen durch die Rabattverträge Milliarden zurückerstattet von der Pharmaindustrie. Wird das auch in den Bilanzen ausgewiesen?

  • 05.09.2012, 12:16 Uhrintern

    @buerger76
    Seit 10/2008 sind die Krankenkassen zur Rechnungslegung verpflichtet, in der die Rabatte detailliert ausgewiesen werden müssen. Wohin diese Summen jedoch fließen, läßt sich für den GKVler leider nicht nachvollziehen. In den Rücklagen tauchen diese Milliardenbeträge leider nicht auf.

  • 05.09.2012, 12:19 UhrStein

    Krankenkassen erwirtschaften keinen Überschuss. Noch ist es so, dass die Summe der Mitgliedsbeiträge kleiner ist als die Ausgaben der Krankenkasse.
    Das so genannte Finanzpolster kam zustande weil die Bundesregierung einen fixen Zuschussbetrag von jährlich 14 Milliarden Euro einbezahlt. Hätte sie beschlossen lediglich das jährliche Minus auszugleichen hätten die Krankenkassen kein Geld.
    Wer heute eine Absenkung der Beiträge fordert, wird morgen verkatert aufwachen. Die Gesundheitsrisiken steigen mit der zunehmenden Veralterung der Gesellschaft rapide an. Die Situation wird dramatisch schlechter und schon heute müssen Wissenschaftler computergestützte Überwachungssysteme für Patienten entwickeln, weil Personal fehlen wird. Wer heute Mitte 30 ist, wird morgen von einer Videokamera beobachtet und von einem Computer auf normales oder abnormales Verhalten überprüft werden. Menschen bekommen wir im Alter nur noch zu Gesicht, wenn wir hilflos am Boden liegen.

    Aufwachen Leute. Was wir heute Kritisieren wird uns morgen wie das Schlaraffenland vorkommen. Was Politiker verschweigen wissen Gesundheitsökonomen schon lange.

    Die Abschaffung der Praxisgebühr wird übrigens nicht stattfinden. Sie ist auch kein Mittel zur Finanzierung der Krankenkassen, sondern sollte einen Anreiz für die dauer-weh-wehchen Deutschen sein, nicht ständig zum Arzt zu laufen - sie soll also das System entlasten und Dauerpatienten abschrecken.

  • 05.09.2012, 12:42 UhrJacob

    7 fette Kühe - 7 magere Kühe
    7 gesunde Ähren - 7 vertrocknete Ähren

    7 fette Jahre - 7 magere Jahre

    Daran hat sich seit biblischen Zeiten und der Seßhaftigkeit des Menschen nichts geändert. Natürlich sind KK keine Sparkassen aber sie müssen Vorsorge beitreiben.
    Geld das ausgeschüttet wird fließt in den Konsum und wird verfressen. Nicht dass es viele Mitbürger nicht dringend gebrauchen könnten um besser über die Runden zu kommen.
    Aber was weg ist ist weg.

    Sparen in guten Zeiten und ausgeben in weniger Guten.
    Antizyklisch und Prozyklisch. Keynes richtig angewendet und nicht immer nur den halben
    Keynes, wenn er einem in den Kram passt, sondern konsequent. Geld abschöpfen wenn
    es fließt und freigeben wenn es gebraucht wird.

    Dann wären auch diese ganzen Blasen an den Märkten nicht entstanden.

    • 05.09.2012, 14:13 UhrHans_Maulwurf

      Den großen Wirtschafter raushängen lassen und keine Ahnung haben, klasse Nummer.
      Einmalige Einkommenserhöhungen führen zu Spareffekten bei den Haushalten. Höhere Konsumausgaben gibt es nur bei dauerhaften Einkommenserhöhungen.

    • 05.09.2012, 14:55 UhrNebux

      Einmalige EInkommenserhöhungen führen allerdings nur bei den bereits "reichen" Haushalten zur Spareffekten. Diese sind in Deutschland nicht mehr so gegeben. Die Mittelschicht selber wird die Erhöhung eher für den einmaligen Konsum verwenden. Was auf der einen Seite natürlih nicht schlecht ist, wenn das Geld in Deutschland bleibt, aber nachdem die Binnenwirtschaft in Deutschland keine große Rolle spielt (Siehe Export) ist dies auch nicht zu bevorzugen.

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