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PKV: Immer mehr Nichtzahler bei Privatversicherern

exklusiv Mehr als 140.000 Privatpatienten zahlen ihre Beiträge nicht. Die Verluste der Versicherer schnellen hoch – zum Nachteil der Altkunden, deren Prämien kräftig steigen.

Die Ergo-Tochter DKV leidet stark unter Nichtzahlern. Quelle: dpa
Die Ergo-Tochter DKV leidet stark unter Nichtzahlern. Quelle: dpa

DüsseldorfDie Einnahmeverluste durch Nichtzahler in der privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich seit Mitte 2010 fast verdoppelt. Ende Juni dieses Jahres zählten die gut 40 privaten Krankenversicherer 142.800 Kunden, die mindestens drei Monate ihre Beiträge nicht zahlten. Aufsummiert hätten diese Privatpatienten bis dahin einen Verlust von 500 Millionen Euro verursacht, sagte ein Sprecher des Verbandes der privaten Krankenversicherung auf Anfrage des Handelsblatts. 

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Der Branchenführer Debeka geht aktuell bereits von 554 Millionen Euro Schaden aus. Am 30. Juni 2010 zählte der PKV-Verband dagegen erst Einnahmeverluste von 289 Millionen Euro, für die bis dahin 120.800 Nichtzahler verantwortlich gewesen seien. Insgesamt sind knapp neun Millionen Menschen hierzulande privat voll krankenversichert. Rund 70 Millionen sind bei den knapp 150 Krankenkassen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).  

Nichtzahler sind in der PKV erst seit 2009 ein Problem. Seit die Versicherungspflicht in diesem Bereich eingeführt wurde, darf eine private Krankenversicherung keinen Kunden mehr vor die Tür setzen, wenn er seine Prämien nicht zahlen sollte. 

Vergleichsweise stark unter Nichtzahlern leiden Versicherer, die in vergangenen Jahren aggressiv mit Billigtarifen auf Kundenfang gegangen sind, etwa die Generali-Tochter Central oder die Ergo-Tochter DKV. Beide haben sich aus dem Niedrigpreissegment daher auch zurückgezogen. Für die aufgelaufenen Verluste müssen die Altkunden aufkommen, die daher in diesen Tagen zum Teil saftige Beitragserhöhungen erhalten.

 

 

  • 06.12.2011, 11:13 UhrErnst

    An den Kosten der GKV erstickt der Staat heute schon. Nun sucht er neue Zahler. Die PKV werden sich sehr bald überlegen, wie sie den Angriff des Staates abwehren können. Gegen jede Krankheit wird eine Medizin erfunden ... ;-)

  • 05.12.2011, 16:09 UhrAnonymer Benutzer: PeterPeterson

    Das ist ein perverses System das zur Harz4 Sklaverei führen soll. Ehemals gesetzlich versicherte die keine Sozialhilfe beziehen wollen, müssen auch jeden Monat runde 140 Euro für die freiwillige Zwangskrankenversicherung berappen. Ab dem zweiten Monat Zahlungsverzug gibt es dann Post vom Zoll wo die Krankenkasse die Beiträge eintreiben lässt, sofern möglich. Auf kurz oder lang muss jemand der keine richtige Arbeit hat, ins Harz4 Sklavensystem einsteigen um nicht ins Gefängnis zu kommen. Danke SPD und Ulla Schmid.

  • 05.12.2011, 12:58 UhrAnonymer Benutzer: geissbock

    Wir danken dem Gesetzgeber, der von langer Hand den Untergang der PKV einleitet um sich in Zukunft durch die Einführung der Bürgerversicherung als Retter zu präsentieren.

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