
Der neue Chef des Sparkassenversicherers Provinzial Rheinland kommt schon im Januar. Das teilte der Sparkassenversicherer mit. Walter Tesarczyk werde sein Amt als neuer Vorstandsvorsitzender in Düsseldorf zum 1. Januar 2013 antreten. Der genaue Startzeitpunkt war bisher unklar. Im Oktober hatte das Unternehmen noch im Verlauf des ersten Quartals mit dem neuen Chef gerechnet.
Wichtig ist ein früherer Start, weil sich der Sparkassenversicherer in Fusionsverhandlungen befindet. Die Provinzial Rheinland soll nach dem Willen der Politik in Nordrhein-Westfalen mit dem Schwesterunternehmen Provinzial Nordwest fusionieren. Die beiden Unternehmen wollen bis Ende März ein Konzept ausarbeiten, doch bisher war das kleinere Unternehmen aus Düsseldorf noch führungslos.
Tesarczyk war zuvor 31 Jahre beim Branchenführer Allianz. Das gilt in Branchenkreisen deshalb als pikant, weil die Allianz zuletzt Interesse gezeigt hatte, einen oder mehrere Sparkassenversicherer zu übernehmen. Doch dies war am Widerstand der Eigentümer und der Belegschaft gescheitert. Stattdessen sollen nun die Sparkassenversicherer über eine Konsolidierung innerhalb ihres Sektors nachdenken.
Der neue Chef der Provinzial Rheinland wird Nachfolger Ulrich Jansen, der das Unternehmen Ende September krankheitsbedingt verlassen hat. Tesarczyk ist seit 2000 bei der Allianz Versicherungs-AG als Vorstandsmitglied für das Firmenkundengeschäft verantwortlich. Er trat 1982 in das Unternehmen ein. Im Juli 1993 wurde er in den Vorstand der Allianz Versicherungs-AG berufen.
Mit 10,2 % Marktanteil sind die öffentlichen Versicherer auch im Jahr 2011 zweitgrößte Erstversicherungsgruppe im deutschen Markt - vor der Generali und der Ergo-Gruppe
Ergebnis vor Steuern der Öffentlichen mit 680 Millionen Euro bleibt 2011 auf hohem Niveau
Die Öffentlichen Versicherer sind weiterhin drittgrößter Anbieter im deutschen Lebensversicherungsmarkt. Der Bestand wurde auf 8,9 Millionen Verträge ausgebaut.
Die Öffentlichen behaupten die Marktführerschaft in der Sachversicherung mit mehr als 3,65 Milliarden Euro Beitragseinnahmen.
Die öffentlichen Krankenversicherer verzeichneten 2011 ein Beitragswachstum von 4,2 Prozent. Insgesamt konnten sie Prämien in Höhe von nahezu 2,2 Milliarden Euro verbuchen. Das entspricht einem Marktanteil von 6,3 Prozent. 2,13 von den 2,2 Milliarden Euro entfallen auf die beiden Tochterunternehmen der Consal AG, die Bayerische Beamtenkrankenkasse und die Union Krankenversicherung.
Versicherungskammer Bayern (VKB), München
Bruttobeitragseinnahmen 2011: 6,6 Milliarden Euro.
Quelle: Jahrbuch
Provinzial Nordwest, Münster
Prämien: 3 Milliarden Euro
SV Sparkassenversicherung, Stuttgart
Prämien: 2,9 Milliarden Euro
Provinzial Rheinland, Düsseldorf
Prämien: 2,4 Milliarden Euro
VGH, Hannover
Prämien: 1,7 Milliarden Euro
Sparkassenversicherung Sachsen
Öffentliche Braunschweig
Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband
Öffentliche Versicherungen Oldenburg
Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt
Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse
Michael Breuer, Vorsitzender der Aufsichtsräte der Provinzial Rheinland, erklärte zur Bestellung, Tesarczyk sei ein sehr erfahrener Versicherungsmanager, der in der Branche über eine ausgezeichnete Reputation verfüge: "Wir sind sicher, dass er in einer für die Versicherungswirtschaft insgesamt herausfordernden Marktsituation die Provinzial in eine gute Zukunft führen wird.“
Die Provinzial Rheinland Versicherungen gehören zu den führenden deutschen Versicherungsunternehmen und sind Marktführer in ihrem Geschäftsgebiet. Über 2.100 fest angestellte Mitarbeiter in der Düsseldorfer Zentrale und 2.500 Versicherungsfachleute in 630 Geschäftsstellen sowie 46 im Versicherungsgeschäft aktive Sparkassen betreuen rund zwei Millionen Kunden in den Regierungsbezirken Düsseldorf, Köln, Koblenz und Trier. Mit fast sechs Millionen Versicherungsverträgen erzielt die Provinzial jährlich Beitragseinnahmen von über 2,4 Milliarden Euro.
Die angedachte Fusion in der öffentlich-rechtlichen Versicherungsbranche stößt allerdings auf Widerstand der Gewerkschaft Verdi. "Wenn man konsolidieren will, muss am Ende eine zukunftsfähige Lösung entstehen", sagte Verdi-Vorstandsmitglied Beate Mensch in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. "Es ist fraglich, ob das in Nordrhein-Westfalen der Fall ist."

Fehlt in dem Satz "Der neue Chef der Provinzial Rheinland wird Nachfolger Ulrich Jansen, der das Unternehmen Ende September krankheitsbedingt verlassen hat." ein 'von'?
1 Kommentar
Alle Kommentare lesen