
DüsseldorfAls zweite gesetzliche Krankenkasse steht die BKK für Heilberufe vor dem Ende. Das Bundesversicherungsamt (BVA) wird die Krankenkasse wie erwartet zum Jahresende schließen. Sanierungsmaßnahmen hätten letztlich nicht zum Erfolg geführt, teilte BVA-Präsident Maximilian Gaßner am Mittwoch in Bonn mit. Die BKK für Heilberufe habe bereits seit mehreren Jahren unter erheblichen wirtschaftlichen Problemen und rückläufigen Mitgliederzahlen gelitten. Die Versicherten könnten nun in jede beliebige andere gesetzliche Krankenkasse in ihrem Bundesland wechseln.
Bereits im Juli war die City BKK geschlossen worden. Ihre vorwiegend in Berlin und Hamburg lebenden Mitglieder hatten danach teils erhebliche Schwierigkeiten beim Wechsel, viele wurden von anderen Kassen nach eigenen Angaben mit fadenscheinigen Argumenten abgewimmelt. Angesichts dieser Probleme hatte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) den Versicherten der BKK für Heilberufe einen unproblematischen Wechsel in andere gesetzliche Kassen zugesichert und betont, dass jede Kasse „einen von der Schließung betroffenen Versicherten aufnehmen“ müsse.
Nach dem Aus für die BKK für Heilberufe mahnt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) die übrigen Krankenkassen, die Versicherten der Pleite-Kasse „ohne Ansehen von Alter und Gesundheit“ zügig aufzunehmen. „Sie können beweisen, dass jeder Versicherte sich seine Kasse selbst auswählen kann und auch genommen werden muss“, sagte der FDP-Politiker der „Rheinischen Post“.
Die Barmer GEK ist die größte Krankenkasse Deutschlands. Sie wurde am 01.Januar 2010 gegründet und unterhält laut eigenen Angaben rund 800 Geschäftsstellen bundesweit. 8,6 Millionen Deutsche sind bei ihr versichert.
Die zweitgrößte Krankenkasse Deutschlands ist die Techniker Krankenkasse (TK) mit 7,9 Millionen Versicherten. Allein im vergangenen Jahr ist die TK um 339.000 Versicherte gewachsen. Allerdings zahlen nur und 5,6 Millionen Mitglieder tatsächlich Beiträge.
Auf Platz drei der größten deutschen Krankenkassen ist ab sofort mit 6,6 Millionen Versicherten die DAK Gesundheit - der Zusammenschluss aus BKK Gesundheit und DAK. Laut eigenen Angaben ist die DAK die Krankenkasse Deutschlands, deren Wurzeln am weitesten zurückzuverfolgen sind - bis zum Jahr 1774.
In der Rangfolge hinter der neuen DAK Gesundheit liegt die AOK Bayern mit 4,3 Millionen Mitgliedern. In Bayern hat die Krankenkasse einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent. Das Unternehmen beschäftigt 10.000 Mitarbeiter in dem Freistaat.
An der fünften Stelle der größten Krankenkassen Deutschlands steht die AOK Baden-Württemberg. Derzeit sind 3,8 Millionen Menschen bei ihr versichert.
Auf dem sechsten Platz der größten deutschen Krankenkassen befindet sich ein ebenfalls erst kürzlich fusioniertes Unternehmen: Die IKK Classic. Sie ist Anfang August aus der IKK Classic und der Vereinigten IKK entstanden. Zusammen haben sie 3,6 Millionen Mitglieder.
Die AOK Rheinland/Hamburg hat 2,9 Millionen Mitglieder. Im Rheinland und in Hamburg ist sie damit die größte Krankenversicherung. Das Unternehmen betreibt mehr als 100 Geschäftsstellen.
Die AOK Nordwest belegt mit 2,7 Millionen Versicherten den siebten Platz unter Deutschlands größten Krankenkassen. Das Unternehmen beschäftigt 7.600 Mitarbeiter.
Mit 2,7 Millionen Versicherten ist die AOK Plus die größte Krankenkasse in Sachsen und Thüringen. Deutschlandweit rangiert sie an achter Stelle.
Auch in Niedersachsen hat die AOK die Nase vorn. Ingesamt hat die AOK Niedersachsen 2,4 Millionen Mitglieder - das macht den neunten Platz deutschlandweit.
Bahr verwies zugleich darauf, dass das Abwimmeln von Versicherten die Krankenkassen bis zu 50.000 Euro kosten kann. „Wir haben als Gesetzgeber Vorkehrungen getroffen, die zwar erst zu Beginn des neuen Jahres in Kraft treten, die nach aktuell bekannten Äußerungen und Vorgehen der Kassen aber bereits vorweggenommen werden.“
Verhältnisse wie bei der ebenfalls kürzlich geschlossenen City-BBK dürften sich nicht wiederholen. Damals waren viele Versicherte auf der Suche nach einer neuen Kasse abgewiesen worden.
Es ist so gewollt das Kassen, die angeblich nicht mehr wirtschaflich bestehen können, vom Markt verschwinden sollen. Es ist schon verwunderlich das es diesesmal besser laufen sollte. Man könnt auch sagen das Versagen in der Vergangnheit ist die Konsequenz des Versagens jetzt. Und es es kann jede Kasse im Bereich der GKV treffen. Es ist schon als Versagen zu sehen das in den letzten 30 Jahren es nicht geschafft wurde die breite allgemeine Krankenversichrung krisensicher zu machen. Erst Lehmann Brother, denn Griechenland , denn die GKV und zum Schluss Deutschland?
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