Windkraftprojektierer: Juwi in Schwierigkeiten

Windkraftprojektierer
Juwi in Schwierigkeiten

Der Windparkbauer Juwi steckt offenbar in Schwierigkeiten. Das Unternehmen ruft die Belegschaft kurzfristig zu einer Mitarbeiterversammlung zusammen. Die Einladung lässt nichts Gutes ahnen.
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Wörrstadt Beim rheinhessischen Wind- und Solarparkbauer Juwi steht offenbar ein weiterer Stellenabbau bevor. In einem Brief an die rund 1500-köpfige Belegschaft, der dem Handelsblatt vorliegt (Freitagsausgabe), kündigt der Vorstand um die Gründer Fred Jung und Matthias Willenbacher „notwendige Anpassungen der Größe und der Strukturen des Unternehmens“ an. Details sollen die Mitarbeiter am kommenden Dienstag bei einer Betriebsversammlung in Wörrstadt bei Mainz erfahren.

Der Schritt erfolgt mutmaßlich auf Drängen der kreditgebenden Banken. Nach Informationen des Handelsblatts endet am Montag ein Stillhalteabkommen mit den Geldhäusern. Laut Brief sollen dann die Unternehmensberater von Roland Berger, die seit Ende April bei Juwi im Haus sind, den Banken „Vorschläge für die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen“ präsentieren.

Juwi hatte in den vergangenen zwei Jahren bereits rund 300 Stellen abgebaut. Wie viele es diesmal sein werden, mochte ein Sprecher auf Anfrage nicht sagen. Das Unternehmen hat für das Jahr 2013 entgegen der sonst üblichen Praxis bislang keine Zahlen präsentiert. Im jüngsten verfügbaren Geschäftsbericht (2012) wies Juwi bei einem Umsatz von einer Milliarde Euro nur noch 4,9 Millionen Euro Gewinn aus. Das Unternehmen war damals mit mehr als 463 Millionen Euro verschuldet – bei einer Eigenkapitalquote von lediglich 16,6 Prozent.

Einen ausführlichen Bericht zur Situation bei Juwi finden Sie ab 20 Uhr bei Handelsblatt Live, der digitalen Tageszeitung, und im E-Paper des Handelsblatts.

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