Mode-Dynastie Cloppenburg: Eine schrecklich große Familie

Mode-Dynastie CloppenburgEine schrecklich große Familie

Der 250-köpfige Clan hat das Land zumindest modisch unter sich aufgeteilt. Aline von Drateln traf ein Oberhaupt des West-Clans, John Cloppenburg, zum Interview über große Fußstapfen, Geschwisterkonkurrenz und Bestseller.

Kommentare zu " Mode-Dynastie Cloppenburg: Eine schrecklich große Familie"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 7:30 bis 21 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Ein auf sympathisch gecoachter Herr Cloppenburg - keine schlechte Marketing Strategie in der hart umkämpften Textilbranche. Allerdings eine Botschaft, bei der man mal unter die Oberfläche schauen muss. "Die meisten Menschen würden sagen, es ist menschlicher geworden (bei den Cloppenburgs)", so John Cloppenburg. Damit wird er wohl nicht die Hunderttausenden von bettelarmen Näherinnen in Bangladesh (und Indien, Pakistan etc.) meinen, die auch im Auftrag von P&C (wie auch von KiK, C&A, H&M, Mango, Esprit etc.) zu Hungerlöhnen, krank und ohne jede Absicherung Überstunden ohne Ende machen müssen, für die sie oft nicht einmal den versprochenen Hungerlohn von 30 Euro im Monat erhalten. Davon kann man auch in Bangladesh seine Hütte im Slum nicht mehr bezahlen. Vielleicht sollte der milliardenschwere Cloppenburg Clan, wenn er sich in seinen noblen Villen versammelt und auf "menschlich" macht, mal an diese Frauen denken, die die Basis seines Wohlstands bilden und bis aufs Blut ausgenutzt werden. Das ist Globalisierung von seiner miesesten Seite. Solange die Bedingungen dort sich nicht verbessern, hat man wenig Lust, noch ein Modehaus in Deutschland zu betreten.

Serviceangebote