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Diskussion: Kommentare zu: Bangladesch: Textilfirmen müssen sich nicht ändern

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
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  • 10.05.2013, 15:54 UhrT.M.

    Nun gibt es erste Hinweise, dass in der eingestürzten Famrik Kleidung für benetton gefertigt wurden. Das hat ja nun nichts mit billig und Wühltisch zu tun. Das hat auch nichts zu tun mit "der Verbraucher will es halt billig und das sind die Konsequenzen". Der Videobeitrag ist zu plump!

  • 10.05.2013, 16:39 Uhrripe

    @ T.M: Dem Kommentar kann ich nur Zustimmen. Fast alle "Edel"-Marken lassen in Billigländern produzieren und verkaufen ihre Ware hier mit satten Aufschlägen. Langsam kotzt mich das öffentliche Mediengeschrei an, der Verbraucher sei Schuld. Selbst dort, wo der Verbraucher mehr bezahlt, produzieren die Konzerne in Billigstländern zur Steigerung ihres Gewinns. Insofern dienen solche Beiträge wie dieser Bericht lediglich der Gewinnmaximierung gewisser Konzerne.

  • 11.05.2013, 09:14 UhrHansWurst

    Sehr gute Kommentare - genau das wollte ich auch schon schreiben.
    Mir geht diese Doppelmoral, die hier verbreitet wird richtig auf die Nerven. Es wird nur auf den Verbraucher eingedroschen. Dass aber gerade auch Nobelmarken, wie Adida, Puma, Benetton usw. dort und gerade dort (aus Gewinnmaximierungsabsicht produzieren lassen wird in sämtlichen Medien mit KEINEM WORT erwähnt, ja systematisch totgeschwiegen !!! Welche Möglichkeiten hat der Verbraucher denn? Teure Sachen kaufen, die unter den gleichen menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt wurden und damit das Geld nur den gierigen Konzernen in den Rachen schmeißen? Nein - das kann es nicht sein! Mal abgesehen davon, dass noch nicht einmal die Qualität der Nobelmarken erheblich besser wäre.
    Liebes Handelsblatt - werdet endlich euerem journalistischen Auftrag gerecht und berichtet sachlich und offen. Aber verschont mich mit solchen Berichten, die nur auf die Schwächsten eindreschen, die bei Kik & Co. einkaufen müssen, weil sie sich nicht mehr leisten können und die wahren Verbrecher und Verursacher verschont

  • 11.05.2013, 10:29 Uhrhermann.12

    Was für eine kranke und unrealistische Denke. "Die Textilfirmen müssen sich nicht ändern, weil wir es nicht tun"
    Kein Wunder das wir prekäre Beshäftigungsverhältnisse haben und Finanzkrise, die ist mit solcher Denke garantiert.
    Da wird alles was wir über Gruppendynamik, Egoismus und Altruismus wissen, mit einem Wisch fortgespült mit einem hehren aber völlig blödsinnigen und sinnlosen moralischen Anspruch. Mein Gott und so etwas hält sich für moralisch und gebildet. Das ist selbstgefälliges Spießertum hoch drei!

    H.

  • 11.05.2013, 10:57 Uhrbabsack69

    Es wird sich nur etwas ändern,wenn erstens die Besitzer der Schwarzbauten und Fabriken hart bestraft werden und alle Firmen,die unter solchen Bedingungen produzieren lassen ans Licht gezerrt werden.Und ja,es muss gezerrt werden,denn vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an den Sprecher der Textilbranche damals bei Jauch(Talkshow),der steif und fest behauptete,dass für "Markenprodukte" so etwas nicht in Frage käme.

    • 11.05.2013, 11:34 Uhrnetshadow

      "Es wird sich nur etwas ändern,wenn erstens die Besitzer der Schwarzbauten und Fabriken hart bestraft werden und alle Firmen,die unter solchen Bedingungen produzieren lassen ans Licht gezerrt werden."

      Jep, und zwar völlig unabhängig ob Edelmarke oder Billigklamotten.
      Der Verbraucher kann sich hier nur "wehren", wenn er restlos weiß wo wie was und unter welchen menschlichen Widerwärtigkeiten hergestellt wird. Ganz gleich zu welchem Preis es "losgeschlagen" werden soll.

  • 11.05.2013, 18:48 UhrPhil

    Ich glaube, die Deutschen müssen lernen, die Souveränität eines Staates und sein Handeln anzuerkennen.
    Vor ca. 80 Jahren waren die Deutschen schon mal auf dem Weg der Welt Ihr Prinzip aufzudrücken.
    Freiheit für jedes Land.