Handelsblatt in 99 Sekunden

Handelsblatt in 99 Sekunden
Die "Anti-Euro-Partei" ist ein Glück

"Alternative für Deutschland" nennt sich die Partei unter der Führung des Professors Bernd Lucke. Zentrale Idee: Die Abschaffung des Euro. Chefredakteur Oliver Stock ist dagegen, findet die Partei aber wichtig.

Kommentare zu "Die "Anti-Euro-Partei" ist ein Glück"

Alle Kommentare
  • Das war ja wieder einmal ein Meisterstück der "Propaganda" - oder heißt es heutzutage eher PUBLIK RELATION?
    Nach dem Motto, gegen Lob kann man sich nicht wehren, wird hier die neue Partei erst einmal als "ein Glück für Deutschland" bezeichnet und hoch gelobt. Nebenbei werden dann noch alle anderen Partei (und deren Wähler), die den EURO auch nicht mögen, in die Schublade der rechten und linken Wirrköpfe gesteckt.
    Aber, damit es ja bitte keiner falsch verstehe, die neue Partei solle doch bitte vor allem die "Diskussionskultur" in Deutschland verbessern und nicht etwa den EURO abschaffen! Und eine weitere etablierte Partei darf sie dann auch werden, die alleine natürlich nicht den EURO abschaffen kann. Zu gütig, das alles!
    Nee, Herr Stock, das ist Wunschdenken auf höchstem Niveau.

    Wenn die neue Partei im Sept. diesen Jahres stante pede in den Bundestag einzieht, und davon gehe ich aus, dann hat das eine Bedeutung für dieses Land, die weit über die „Verbesserung der Diskussionskultur in Deutschland“ hinaus geht/gehen wird. Denn dann ist das für viele Wähler vielleicht schon der letzte Hoffnungsschimmer auf geordnete Veränderungen, Veränderungen zum Besseren natürlich.

    Ja, so haben sich die Dinge unter den „alternativlosen“ und „verfassungsbrechenden“ Rettungspaketen und den „Goldman-Sachs-Jungens“ in exponierten Positionen halt geändert: Früher gingen die „Wirrköpfe“ eher nicht wählen. Heute sind es die ganz normale aber "völlig angewiderten" Bürger, die ihren Glauben an Demokratie und der Änderung durch Wahlen verloren haben, die emigriert sind!
    Nun droht also das Gegenteil einer geordneten Veränderung und da käme Ihnen eine neue Partei, die sich hübsch an die „Spielregeln“ hält wohl ganz gelegen?


  • Wer nicht zur Wahl geht unterstützt die etablierten Parteien die für die aktuelle Politik verantwortlich sind. Der Euro in seiner jetzigen Form wird Europa spalten. Je länger wir warten, desto schlimmer werden die Folgen sein. Im Bundestag gibt momentan keine echte Opposition zur weiteren Entwicklung der Europolitik. Alle Rettungsversuche werden im Schnellverfahren durch den Bundestag gepeitscht. Die Marschrichtung ist klar – alternativlos Richtung Abgrund. Es gibt immer Alternativen und die Alternative 2013 heißt Alternative für Deutschland!

  • Lucke gerade im Gespräch auf SWR

    -------------------------------------

  • Herzlichen Dank für diesen, zur Abwechslung, sachlichen und untendenziösen Bericht. Endlich mal "Nachricht statt Meinung" in den Medien. Danke, weiter so. Die Leser werden es Ihnen danken.

  • Nicht zur Wahl zu gehen und sein demokratisches Recht, wofür Generationen gekämpft haben, nicht auszuüben ist aus meiner Sicht beschämend.

  • Tja, @azaziel, wie sagte es Altkanzler Schmidt -- oder inhaltlich ähnlich :"Die "Dinge" schreiten so schnell voran, dass die vertraglichen Abmachungen mit der "Entwicklung" nicht Schritt halten können".

    Sprich : Was interessieren mich die "dummen" Verträge von gestern ?

    Wären die Verträge eingehalten worden, wäre der EURO bereits Geschichte; denn es war den "Vätern des EURO bei seiner Einführung völlig klar, dass diese Währung ohne gemeinsame Finanz- und Wirtschaftspolitik + Länderfinanzausgleich nur eine Chance haben kann, wenn die Kriterien des Maastricht-Vertrages + No-Bail-Out-Klausel streng eingehalten werden.
    Das ist leider nicht geschehen.
    Unfassbar ist die "Blauäugigkeit" der deutschen Politiker, jemals geglaubt zu haben, dass die Südländer mit ehedem immer schwachen Währungen die Kriterien einhalten würden, wenn selbst Deutschland mit deren Einhaltung Probleme hatte.
    Das Ergebnis dieser Politik ist nun zu besichtigen.
    Deutschland sitzt nun (ohne Vertragsänderungen) unrettbar in der EURO-Falle, deren ausgelegter Köder die "Ideale eines vereinigten Europas" waren.

    Die AfD will nun Vertragsänderungen dahingehend, dass der EURO-Austritt möglich wird. Das Änderungsverfahren dürfte jedoch Jahre in Anspruch nehmen.
    Es bleibt für den jetzigen EURO-Austritt nur der EU-Austritt oder der Vertragsbruch.
    Somit Varianten, die politisch nicht empfehlenswert sein dürften.
    Der Vertragsbruch der Pleitestaaten durch EURO-Austritt ist allerdings möglich --- ohne politische "Verwerfungen" anzurichten.
    Schon möglich, dass Vertragsänderungen auf diesem Wege überflüssig werden, da sich die Währungs-Zone mangels Teilnehmer erledigt hat.

    Die "Alternative für Deutschland" bietet eine Politik-Alternative und der Wähler sollte der Partei mit seiner Stimmabgabe bei der BT-Wahl 2013 zu einer satten Prozentzahl an Stimmen verhelfen, damit der Abnickverein namens "Deutscher Bundestag" wieder zu einem lebendigen Parlament werden kann.

  • Die Altparteien bilden ein Anti-DM-Kartell, ein Anti-Demokratie-Kartell, ein Problem-Akkumulations-Kartell, sind ein diktatorischer Bürokratenapparat. Brüssel ist ein Hegemonie-Kartell, ein Lobbyismus-, Plünderungs- und Kader-Kartell.

    Die AfD ist eine DM-Partei. Das "Anti" vor dem Euro diskreditiert berechtigte Ansprüche der Bürger.

    Union strebt starre Frauenquote an - ist Merkel dafür gewählt worden? Sicher nicht. Die aufgedunsenen Parteiprogramme der Anti-DM-Parteien sind gefüllt mit Fröschen, die der Wähler unter billigen Wahlversprechen zu schlucken hat. Und er muss auch die Frösche schlucken, die gar nicht im Wahlprogramm enthalten waren, die in Augenblicksneigungen und Geheimabsprachen aus dem Hut gezaubert werden.

    Die CDU ist ein Diktatur-, ein Antideutscher- und Anti-Bürger-Apparat.

  • Sehr treffend beschrieben.

    Rechtsbeugung ist in Europa zur Norm geworden. Die europäischen Verträge sind Makulatur und niemand wagt sich daran die Verträge neu zu formulieren, weil alle wissen, dass ein neues gemeinsames Werk mit allen Mitgliedsstaaten nicht mehr zustande käme.

    Im Prinzip ist der Euro schon tot.

  • Die Vaeter des Europagedankens wollten ein auf dem Subsidiaritaetsprinzip aufbauendes foederalistisches Europa, in dem alle Europaer ihren Traum von Freiheit, Wuerde und Selbstbestimmung gemeinsam verwirklichen koennten. Der Euro haette besser wie Gold sein koennen, haette man sich an die Regeln gehalten.

    Der Europagedanke wurde voellig auf den Kopf gestellt. Die europaeische Rechtsstaatlichkeit ist inzwischen voellig verwahrlost. Gegen alte Vertraege wird laufend verstossen, neue Vertraege werden schon vor in Kraft treten in Frage gestellt. Nationale Egoismen und die Bankenlobby werden bedient um ueberschuldete und versagende Staatswesen kuenstlich am Leben zu halten. Konzepte gibt es nicht. Die europaeische Wirtschaft und Gesellschaft werden an der Verschleppung der seit Jahrzehnten existierenden Probleme zugrunde gehen. Die Europaeer werden sich im Streit trennen.

    Europa ist auf der Strasse nach nirgendwo.

  • wer das parteibuch der gelesen hat wird feststellen das sie gar nicht anti euro ist. ich bleib vorerst nichtwaehler und spring nicht auf den wagon. ich hoffe jeder waehler informiert sich bevor er seine stimme fuer die naechsten 4 jahre elend abgibt weil im moment sind alle parteien gleich.
    @santos man waehlt den euro nicht ab! wir wurden auch nicht gefragt ob wir ihn wollen weil schon damals war die mehrheit dagegen. der euro wird bleiben - ob wir wollen oder nicht (bis der krieg uns scheidet).

Serviceangebote