
Das war ja klar, dass das Handelsblatt den Rösler verteidigen muss, aber was Frau Springfeld absolut nicht verstanden hat (oder nicht verstehen will), ist, dass man kein Problem mit der Formlosigkeit der Diekmann/Rösler Begrüßung hat, sondern mit der implizierten Nähe von Politik und Boulevard-Presse.

Das is’ jetzt ja schon ein bisschen ein peinliches Video. Welche komplett an der Botschaft dieses Besuch’s vorbei geht. Wie unverblüffend, dass es die Teilnehmer als voller Erfolg werten. Eine zu Disneworld eingeladene handverlesene Schülergruppe wird genau das gleiche erzählen. Eine journalistische Glanzleistung ist dieser Videoclip nicht. Im übrigen gilt noch immer, was Max Gold 2001 schon zu BILD fest gehalten hat:
»Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zuläßt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun.«

Eigentlich wollte ich beim Handelsblatt nach etlichen Verfehlungen in der Vergangenheit nichts mehr lesen (bzw. wie in diesem Fall anschauen), aber das BILDblog hatte diesen Beitrag heute ja verlinkt.
Wie es aussieht muss ich meinen bisherigen Vorsatz aber nicht revidieren; Werbung für die FDP und die albernen Aktionen des Herrn Rösler findet man auch auf unter http://www.fdp.de und http://www.bmwi.de