
Ich kann den Film icht sehen, ich habe mich beruflich ein wenig mit chemischen Anlagen beschäftigt.
Ueblicherweise erfordert eine solche Synthese einen stabilen, kontinuierlichen Prozess. Andernfalls bleibt die Ausbeute gering. Ueblicherweise sind solche Anlagen auch sehr teuer, dass sich beispielsweise Kohle- und Edgasanlagen zur Herstellung flüssiger Brennstoffe nur unter idealen Bedingungen rechnen. Das wird warscheinlich auch auf die Strom zu Gas Anlagen zutreffen.
Gleichwohl durch die fluturierende Einspeisung von Zufallsstrom aus Wind und Sonne der Börsenpreis für Strom mittlerweile einige hundert Stunden im Jahr nahe, oder unter 0 liegt, hat noch kein Investor eine solche Anlage errichtet. Durch den Ausbau "Eneuerbarer Energien" wird die Zahl der Stunden mit negativen, der nahe 0 liegenden Strompreisen drastisch zunehmen.
Potentielle Anbieter preisen die Möglichkeit Strom in Erdgas zu verwandeln euphorisch an. Am Ende der Artikel findet man den Wunsch nach einer Subvention.
Das bedeutet, eine solche Anlage ist auch nicht mit kostenfreiem Strom rentabel zu betreiben. Es addieren sich die Kosten für den wertlosen Oekostrom und zusätzliche Kosten für eine solche Anlage. Es ist eine extrem ökologische Lösung.
Vandale

"Ueblicherweise erfordert eine solche Synthese einen stabilen, kontinuierlichen Prozess."
Ist hier nicht notwendig. Die Methansynthese läuft nur bei Bedarf und wird in der Zukunft mit dafür sorgen, das die EE stabilen Strom liefern - vorausgesetzt, die Energiekonzerne lassen das zu, gewollt ist das jedenfalls nicht.
Audi hat wohl eine Pilotanlage im Norden laufen. Das Prinzip ist uralt. Und in einer Studie des Frauenhofer Institutes wurde dieses Verfahren zum Schluß der Stromlücke der windstillen und sonnenarmen Winterzeit genannt.
Subventionen wird es sicher geben, auch die Kernkraft oder jüngst die Krankenhäuser werden subventioniert. Nötig ist das nicht, aber die Aktionäre freut es. Un des hat ja Gründe, weshalb die Abgeordneten von 4 Parteien im Bundestag in des Aufsichtsräten sitzen.

Ja Fredi...das die Wasserstoff-, oder Methansysthese extrem aufwendig ist, ist meines Erachtens weniger auf neoliberale Konzerne und Bonusmanager zurückzuführen, sondern der technischen Realität geschuldet.
In Norwegen hatte man einst mit Wasserkraftüberschüssen Wasserstoff für die Amoniakproduktion hergestellt. Allerdings bedingte dies nahezu kostenlosen Strom und 8000 Betriebsstunden im Jahr.
Wenn Sie so ein Verfahren mit wertlosen Zufallsstrom an einigen 100 Stunden im Jahr betreiben wollen, bleibt der Strom wertlos und es bedarf zusätzlicher Subventionen.
Wirtschaftlich ist das ökologisch.
Sehr wahrscheinlich bedarf es mehr Energie solchen Wasserstoff, oder gar Methan herzustellen als dieses Verfahren einbringt.
Vandale

Wenn man das was dort gesagt wird, mal zu Ende rechnet, kommen leider nicht die Zahlen raus, die man sich wünscht. Überfluß an Sonnenstrom gibt es in ca. 7 Monaten im Jahr an ca. 40% aller Tagen jeweils ca. 5 Stunden pro Tag. Das heißt die Anlage ist 420 Stunden pro Jahr in Betrieb. Ein Jahr hat aber 8760 Stunden, in Deutschland scheint an ca. 1300 Stunden die Sonne, an 7460 Stunden also nicht. Kurzum, die ganze Geschichte ist für Solar ein Blödsinn. Zumal der Wirkungsgrad Power to Gas vielleicht 0,7 ist, aber der Power-to-Gas-to-Power aber nur 0,42. Ausserdem gibt es das Co2 leider nicht umsonst in der geforderten Reinheit und Menge.
Will man chemische Energie, sollte man einen Wald haben. Dort kann man Holz machen und verbrennen. Das funktioniert.

Auf Eike hat man die Etwicklung des Zubaus "Erneuerbarer Energien" auf das Stromnetz simuliert. Einfach mal googlen: Lastganglinien als Erfolgskontrolle der Energiewende mit Windenergie- und Fotovoltaik-Anlagen...
Der Autor hat dies nur für die Wintersituation getan, ansonsten ist die Simulation sehr interessant.
Sofern die "Energiewende" bis dahin nicht bereits mit einem Zusammenbruch beendet ist, wird man mit 250.000 MW Solarkapazität und 200.000 MW Windkapzität etwa 1000 - 1500 Stunden haben an denen der Strompreis bei 0, oder negativ liegt.
Ein Wirkungsgrad von 0,7 für Power to Gas ist unrealistisch
Power - Gas - Power soll gem. anderer Quellen einen Wikungsgrad von 25% erreichen.
Die Wirtschaftlichkeit ist warscheinlich nur mittels kostenlosem Strom und hohen zusätzlichen Subventionen gegeben.
Es liegt nahe, dass ein derartiger Zylus mehr Energie bedarf als er je erzeugt und damit ökologisch ist.
Vandale

Der Film hinkt etwas der Realität hinterher, denn der Automobilkonzern AUDI hatte am 17.12.2012 Richtfest in der sogenannten Audi e-gas-Anlage. Die Anlage wird in Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer SolarFuel GmbH gebaut, der Methanisierungsreaktors kommt als Sonderanfertigung von der VW-Konzernschwestermarke MAN. Zur Fertigstellung wird es ein Sondermodell den Audi A3 Sportback TCNG geben.
Interessant ist die Tatsache, dass sich ohne den Leitungszubau Windgas in Norddeutschland einspeisen und in Süddeutschand ausspeisen lässt. Zusätzlich hat das vorhandene Gasnetz die Kapazität den Energiebedarf Deutschlands für Wochen einzuspeichern.
Ab 2015 sollen in Großserientechnik die Anlagen zur Erzeugung eines Erdgas-Äquivalent erhältlich sein. Ein sinnvoller Schritt betrug doch 2012 schon der Nettostromexport 23 Mrd.kWh. Im nächsten Schritt sollten solche Kraftwerke Vorzug haben die ihre meist 60% Abwärme zur Nutzung in Nah- oder Fernwärme einspeisen. Es sei denn man hält 60% Verschwendung für zeitgemäß.
Gewünscht hätte ich mir in dem Video auch den Hinweis auf die neue Technik Rostocker Forscher zur Wasserstoffproduktion. Dabei geht es um einen sogenannten Ruthenium-Komplex der als Katalysator bei Normaldruck und Temperaturen zwischen 65 und 95 Grad Celsius beste Ergebnisse liefert und immens viel Energie einspart. Leider existiert auch kein Hinweis auf die Inbetriebnahme des Prenzlauer Hybridkraftwerks des Betreibers Enertrag bei Berlin.

Absoluter Blödsinn diese Speicher-Gedanken auf diesen Weg. Man soll mit überflüssigen Strom Wasserstoff produzieren, und diesen Wasserstoff dann in der chemischen Industrie nutzen, wo heute Gas verwendet wird. Dann sollte man alternativ mit Strom heizen, et voila, man gewinnt Erdgas, was man an Stelle des Stroms sonst verwenden würde. Man braucht nur eine Strom-Heizschlange im Boiler - zuzüglich eines Erdgas-Brenners - und man "produziert" Erdgas mit 100% Wirkungsgrad.
Blöd nur, dass das EEG dies nicht zuläßt - und wir Verbraucher aufgrund des Schwachsinns des EEGs jetzt noch mehr aufs Gas ausweichen, und Stromheizungen praktisch gar nicht mehr verwendet werden.
Erdgas kostet 5ct/kwh. Das ganze Wochenende kostete Strom ca. 2ct, mit der Ausnahme Sonntag Mittags, da bekam man 5ct/kwh bezahlen, wenn man Strom abgenommen hat.

Power to gas nutzt Strom, der andernfalls gar nicht produziert worden wäre. Schon heute werden ca 1000 Stunden/Jahr Windräder angehalten, weil der Strom im Netz nicht aufgenommen werden kann. Der Ausbau der Windräder geht schneller voran als der Ausbau des Stromnetzes. Auch lohnt sich der Stromtransport nur in Grundlast. In Zukunft wird immer bei überdurchschnittlichem Wind (4000h pro Jahr) in Norddeutschland mehr Strom zur Verfügung stehen, als lokaler Verbrauch und Leitungen aufnehmen können. Dieser Strom kann vor Ort in Methan verwandelt werden. CO2 kommt aus Biogasanlagen, die es in Norddeutschland ebenfalls in grosser Zahl gibt.
Das Methan wird ins Erdgasnetz eingespeist und steht damit deutschlandweit durch vorhandene Speicher und Leitungen zur Verfügung, beispielsweise in Erdgastankstellen. CO2-freie Mobilität kann so wirtschaftlicher als mit Elektrofahrzeugen und mit grösserer Reichweite angeboten werden.
Da Windstrom derzeit noch nicht in ausreichendem Umfang zur Verfügung steht, wäre eine öffentliche Förderung sinnvoll - damit die Technik fertig entwickelt und einsatzreif ist, wenn sie in grossem Umfang gebraucht wird. Dann soll sie sich am Markt und im Wettbewerb bewähren.
Audi agiert sehr vorausschauend, dass sie jetzt in eine Technik investieren, die in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird. Gleichzeitig sichern sie dem Verbrennungsmotor eine nachhaltige Zukunft.

Geht nicht. Geht jetzt nicht. Ist jetzt nicht marktreif. Macht nix, ist eh für die Zukunft gedacht. Zukunft, das ist das was nicht existiert, niemals existiert hat, und auch nie existieren wird. Und doch verändert sie laufend die Vergangenheit...